Der Buchmarkt und ich

Der Buchmark und mein Schreiben

Wie reagiere ich auf die Vorgaben des Buchmarkts?

Der Buchmarkt und ich, wir haben eine komplizierte Beziehung. Denn der Buchmarkt wird von Trends diktiert und natürlich auch von längerfristigen „Dogmen“. Nicht aus bösem Willen, sondern abgeleitet von dem, was sich (angeblich?) gut verkauft und was nicht. Denn klar, Verlage wollen Bücher verkaufen, Buchhändler wollen wissen, was sie wo in ihre Regale stellen sollen. Und wir Autor*innen? Wir wollen schreiben. Manche Autor*innen passen zufällig gut zu den Richtlinien des Buchmarkts, manche halten sich absichtlich dran. Und dann bin da noch ich. Stellen wir uns das als Dialog vor:

 

Der Buchmarkt sagt:

Schreib innerhalb eines klaren Genres. Zur Zeit am besten Romance mit Fantasy, oder gleich Romantasy. Mit ordentlich Spice drin (für nicht Romance-Leser: das sind die Liebesszenen). Meide hingegen Science-Fiction, das kommt im deutschsprachigen Raum nicht gut an, schon gar nicht von einer Frau geschrieben.

Na gut, wenn es unbedingt Science-Fiction sein muss, dann bitte mit ordentlich Technik und ein paar fiesen Aliens. Dystopie? Lieber nicht, aber wenn, dann mit viel Action.

Schreib auf jeden Fall für ein spezifisches Alter, mit einem fixen Leser im Kopf. Bitte mit demographischen Angaben deines Lesers, samt Vorlieben, Hobbys und Kreditkartennummer. Denn nur so kannst du wissen, was du schreiben und wie du es vermarkten sollst.

 

Ich zucke mit den Schultern und antworte:

Ich schreibe aber Genre-Mix. Manchmal Fantasy, zum Teil ohne Magie. Mal dunkler, mal heller, manchmal sogar lustig. Science Fiction ganz „soft“, ohne viel Technik, dafür mit Schwerpunkt auf Figuren und deren Konflikte mit der Gesellschaft. Keine Aliens, keine Weltraumschlachten. Einfach meine Welten, die manchmal ähnlich sind wie unsere, manchmal fremder. Dystopie mit minimaler Action, dafür manchmal mit utopischen Zügen. Spannung ohne Gewalt. Romance höchstens als Supbplot, und wenn, dann ohne Spice.

Meine Leser? Die sind so divers wie meine Geschichten. Ich habe eine ungefähre Vorstellung, wem welche meiner Geschichte gefallen könnten, aber ich schreibe sie nicht primär für eine Gruppe. Abgesehen von dem Jugendbuch, das ich gerade schreibe.

 

Der Buchmarkt schüttelt streng den Kopf.

So wird das nichts. Du musst einheitlich sein!

 

Ich lache.

Mag nicht. Ich schreibe, was in meinem Kopf auftaucht. Die Figuren kommen zu mir und wollen, dass ich ihre Geschichte aufschreibe. Dann schicke ich sie doch nicht weg, nur weil sie in kein festes Schema passen? Die sind halt anders. Mögen keine Schubladen. – Vielleicht ist das mein Genre: Ein-bisschen-anders.

 

Der Buchmarkt schüttelt wieder den Kopf und geht.

 

Was soll’s. Ich kann doch nicht die einzige sein, die keinen Lust hat, sich einschränken zu lassen? Vielleicht gibt es ja auch Leser, die Vielfalt lieben und keine ausgetretenen Pfade? Außerdem muss ja auch nicht jeder Leser alle meine Geschichten mögen. Es ist ein Angebot, aus dem man sich gerne etwas heraussuchen darf.

 

Bist du mit dem Buchmarkt zusammen weggegangen oder bist du noch da?

Wenn du noch hier bist: Willkommen in der Welt meiner Worte. Mach’s dir gerne gemütlich in meiner kleinen Ecke. Vielleicht findest du ja was zum Lesen. Eine Auflistung meiner Romane und Kurzgeschichten findest du hier. Neuigkeiten gibt es unter „Aktuelles“, hier. Besuch mich auch gerne auf Instagram, da findest du eine Menge kurzer Posts über mein Schreiben und Lesen. Du findest mich hier.

 

Schön, dass du da bist.

Bis bald.

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