Spannende Science Fiction mit sympathischem Held und coolen Aliens!
Im letzten Blog-Beitrag habe ich mit der Autorin Nova K. Mayer gesprochen – unter anderem über ihren Science-Fiction-Roman „Die Aliens auf Rigas“. (Das Interview zum Nachlesen findest du hier). Heute gibt es nun die Rezension dazu.
Genre und Welt:
„Die Aliens auf Rigas“ ist ein Science-Fiction-Roman für Jugendliche ab 14 und Erwachsene. Die Geschichte spielt auf dem Planeten Rigas, wo sich die einzige Kolonie der Erde gebildet hat. Die Erde selbst wird nur am Rande erwähnt und als ziemlich unbewohnbar beschrieben, abgesehen von einer Station auf dem Mond und einigen fliegenden Städten. Die Gesellschaftsordnung auf Rigas hat utopische Züge und wirk am Anfang des Romans geradezu harmonisch. Energie ist Dank eines innovativen Verfahrens kein Problem, es gibt Arbeit und bescheidenen Wohlstand. Zwar werden auch Randgruppen erwähnt (eine Gang versucht am Anfang, den Protagonisten Vito auszurauben), aber als Leser hat man den Eindruck, dass die Zivilisation dort funktioniert. Der gesellschaftliche Friede wird allerdings auf eine harte Probe gestellt, als die Energieversorgung plötzlich ausfällt.
Die Autorin hält eine angenehme Balance zwischen Erklären und Offenlassen: Sie beschreibt Details des alltäglichen Lebens, deutet an, wie die Gesellschaft aufgebaut ist, ohne sich in langen Info-Dumps zu verlieren. Da die Zivilisation der unseren nicht völlig fremd ist (immerhin stammen die Leute auf Rigas ja ursprünglich von der Erde), kann man sich als Leser problemlosleicht dazudenken.
Die Figuren:
Wir folgen den Erlebnissen des 18jährigen Vito, der als Waise schon früh gelernt hat, selbständig zu sein. Er arbeitet in einer Aufbereitungsanlage, nimmt aber auch Flugstunden bei der Space Agency. Sein Traum ist es, ins Weltall zu fliegen. Allerdings hat er durch eine alte Verletzung eine Behinderung, welche die Umsetzung dieses Wunsches erschwert. Vito ist trotz seiner Vorgeschichte positiv, optimistisch und offen für Neues. Mir als Leserin war er auf Anhieb sympathisch. Seine hoffnungsvolle Grundeinstellung ist ein angenehmer Gegensatz zu anderen Figuren, die z.T. recht zynisch agieren, als die Lage auf Rigas ernst wird. Vito steht auch in schwierigen Situationen zu seinen Idealen von Fairness und gegenseitigem Respekt. Alle wichtigen Figuren entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und werden dadurch noch plastischer.
Die Aliens will ich hier nicht beschreiben, denn ein Teil des Zaubers dieses Romans besteht darin, langsam zu entdecken, was es mit den unbekannten Wesen auf sich hat. Nur soviel: Die Autorin hat eine bemerkenswerte Spezies geschaffen.
Der Plot:
Völlig aus dem Nichts wird Rigas von einem Energieausfall getroffen, der die Existenz der Kolonie bedroht. Schnell stellt sich heraus: Kein technisches Problem steckt dahinter, sondern eine fremde Spezies, die ebenfalls auf dem Planeten wohnt, ohne dass die Menschen es wussten. Vito schafft es, in das Team aufgenommen zu werden, das die fremde Spezies aufsuchen und herausfinden soll, was der Grund für den Angriff war.
Der Kontakt mit den Planeten-Mitbewohnern macht schnell deutlich, dass diese die Menschen als Bedrohung ihrer eigenen Zivilisation ansehen. Vito sieht sich mit zunehmender Aggression von beiden Seiten konfrontiert: Niemand scheint den Konflikt friedlich lösen zu wollen. Zumindest nicht die Vertreter der oberen Etagen, denn Vito findet auch Verbündete, die wie er auf friedliche Koexistenz setzen. Die Frage ist: Wer wird sich durchsetzen? Und ist eine friedliche Koexistenz überhaupt möglich?
Die Sprache:
Der Roman lässt sich flüssig lesen, technische Details werden zwar erwähnt, aber nicht bis ins Kleinste beschrieben, was ich als sehr angenehm empfunden habe, da mir die Figuren und die Handlung wichtiger sind. – Übrigens ist die Sprache der Aliens auch etwas ganz Besonderes!
Fazit:
Ich habe „Die Aliens auf Rigas“ mit Vergnügen gelesen. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle Science-Fiction-Freunde, die gerne in fremde Welten tauchen und Freude an positiven Vibes haben!
Wenn du jetzt Lust hast, im Kopf nach Rigas zu reisen und Vito kennenzulernen: „Die Aliens auf Rigas“ gibt es als eBook oder Taschenbuch überall dort, wo du deine Bücher bekommst. Auf der Website der Autorin findest du eine kostenlose Leseprobe, hier.
Vorschau:
Die Geschichte ist abgeschlossen, aber es gibt inzwischen einen neuen Roman der Autorin: „Das Spiel der Batya“, in dem ebenfalls Vito die Hauptrolle spielt. Man kann diesen zweiten Band durchaus als Fortsetzung sehen, auch wenn es nicht nötig ist, „Die Aliens auf Rigas“ zu lesen, um ihn zu verstehen. „Das Spiel der Batya“ erscheint offiziell am 20.01. als eBook, am 14.01. als Taschenbuch. Hier schon mal das Cover als kleinen Vorgeschmack:

Ich durfte Band 2 schon lesen und kann schon mal verraten: Es wird noch spannender!
Mehr dazu aber in zwei Wochen, dann gibt es hier auf dem Blog eine Rezension zu „Das Spiel der Batya“.
Bis bald!

