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	<title>Übers Schreiben Archives | Johanna Brenne</title>
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	<description>Phantastische Geschichten</description>
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	<title>Übers Schreiben Archives | Johanna Brenne</title>
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		<title>Interview mit Saskia Dreßler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 07:29:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! Meinen heutigen Gast habe ich nicht über Instagram kennengelernt, sondern über die Anthologie „Sonnen-Erwachen“, in die meine Kurzgeschichte „Sonnengeküsst“ aufgenommen wurde. Saskia Dreßler war Mitherausgeber*in der Anthologie und hat auch meine Geschichte lektoriert. Das war der Anfang unseres Kontakts. Inzwischen habe ich auch einige von Saskias Geschichten [&#8230;]</p>
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									<p style="font-weight: 400;">Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! Meinen heutigen Gast habe ich nicht über Instagram kennengelernt, sondern über die Anthologie „Sonnen-Erwachen“, in die meine Kurzgeschichte „Sonnengeküsst“ aufgenommen wurde. Saskia Dreßler war Mitherausgeber*in der Anthologie und hat auch meine Geschichte lektoriert. Das war der Anfang unseres Kontakts. Inzwischen habe ich auch einige von Saskias Geschichten gelesen und an einem Workshop teilgenommen, den they angeboten hat. They macht auch Sensitivity Reading, wir haben schon ein wenig über mein Romanprojekt „Daria“ gesprochen. (Ja, Saskia ist non-binär, deshalb verwende ich they/them als Pronomen.)</p><p style="font-weight: 400;"> </p><p style="font-weight: 400;">Ich fange wieder mit ein paar Fakten an:</p><p style="font-weight: 400;">Neben den Bücherschreiben ist Saskia Dreßler (they/them) noch im Sensitivity Reading beschäftigt. Mit den Schwerpunkten Neurodivergenz, Queerness und Mental Health lektoriert they nicht nur Texte und berät bei der Darstellung der genannten Marginalisierungen, sondern gibt auch Schreibworkshops. Auf their Twitch-Kanal gibt es außerdem Co-Working-Streams und Sonderformate zu allem, was mit dem Schreiben zu tun hat. Außerdem ist Saskia in der Forschung im Bereich Manga- und Anime tätig und wenn they mal nicht arbeitet, dann liest they, geht mit their Hund spazieren, trinkt Bubble Tea oder zockt japanische Rollenspiele.</p><p style="font-weight: 400;">Im Netz findet ihr Saskia auf folgenden Kanälen:</p><p style="font-weight: 400;">Instagram: <strong><a href="https://www.instagram.com/dresslersaskia/" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/dresslersaskia/</a></strong></p><p style="font-weight: 400;">Blueskye: <strong><a href="https://bsky.app/profile/seitenweiser.bsky.social" target="_blank" rel="noopener">https://bsky.app/profile/seitenweiser.bsky.social</a></strong></p><p style="font-weight: 400;">Mastodon: <strong><a href="https://literatur.social/@seitenweiser" target="_blank" rel="noopener">https://literatur.social/@seitenweiser</a></strong></p><p style="font-weight: 400;">Twitch: <strong><a href="https://www.twitch.tv/saskiadressler" target="_blank" rel="noopener">https://www.twitch.tv/saskiadressler</a></strong></p><p style="font-weight: 400;">Und natürlich auf their Website: <strong><a href="https://saskiadressler.com" target="_blank" rel="noopener">https://saskiadressler.com</a></strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hallo Saskia, schön, dass du heute virtuell auf meinem Blog zu Gast bist!</p><p style="font-weight: 400;">Ich frage gerne als erstes nach der „Origin Story“: Wie bist du zum Schreiben gekommen, und kannst du den Moment benennen, seitdem du dich traust, dich selbst als „Autor*in“ zu bezeichnen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Saskia:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Das ist eine sehr gute Frage! Ich muss ehrlich sagen, dass ich keine „typische“ Autor*innenbiografie habe. Nein, ich habe nicht geschrieben, seit ich lesen konnte. Als Kind habe ich noch nicht einmal gern gelesen. Geschrieben habe ich übrigens noch weniger. Dank meiner Rechtschreibschwäche war ich auch richtig schlecht darin. Ich erinnere mich noch gut an Diktate mit über 70 Fehlern. Sie noch einmal abschreiben zu müssen, war definitiv kein Spaß.</p><p style="font-weight: 400;">Was ich aber mochte, waren Geschichten. Erzählte Geschichten. Meine Mutter hat mir lange vorgelesen, und ich habe selbst mündlich Geschichten erzählt. Ich komme also ursprünglich aus dem mündlichen Erzählen.</p><p style="font-weight: 400;">Zum aktiven Schreiben bin ich erst relativ spät gekommen, mit 14 oder 15 Jahren. In dieser Zeit habe ich dann auch ziemlich viel gelesen. Irgendwann wollte ich meine eigenen Geschichten schreiben – mit all den Dingen, die ich selbst gut fand.</p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich schon einige deiner Geschichten gelesen: Die Novelle „Sternenleuchten“ deinen Debüt-Roman „Geisterfall“ und ein paar Kurzgeschichten. Außerdem hast du noch eine Novelle verfasst: „Dieser Schrei, der nun deiner ist“. – Die Geschichten sind zum Teil aus unterschiedlichen Genres, gibt es etwas, dass ihnen gemeinsam ist?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Saskia:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich glaube, dass es zwei Dinge gibt, die meine Geschichten irgendwie gemeinsam haben: Zum einen wirst du in jeder Geschichte in irgendeiner Form neurodivergente und/oder nonbinäre Repräsentation finden. Beide Bereiche betreffen mich, und in beiden Bereichen bin ich auch im Sensitivity Reading tätig. Deshalb ist mir dort auch Repräsentation ziemlich wichtig. Und zum anderen haben meine Bücher immer eine Art Überthema. So geht es in „Sternenleuchten“ um den Wert von Geschenken, während es bei „Geisterfall“ u.a. um den Konflikt zwischen Bekannten vs. Mysteriösen, Technik vs. Natur geht. Was das Überthema meiner Geschichten ist, kann sich während des Schreibprozesses ändern, aber es ist vorhanden. Nach der Veröffentlichung bin ich oftmals gespannt, ob die Leser*innen vielleicht auch etwas aus dem Buch mitnehmen – und ob dieses „etwas“ vielleicht auch was mit meinen Überthemen zu tun hat. Das macht teilweise die Faszination des Veröffentlichens für mich aus.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Das neueste, das man von dir lesen kann, ist dein Debüt-Roman „Geisterfall“, nicht wahr? Möchtest du ein bisschen etwas darüber erzählen, wie es dazu kam, dass du einen Roman geschrieben hast, in dem japanische Mythologie eine große Rolle spielt?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Saskia:</strong></p><p style="font-weight: 400;">In „Geisterfall“ befinden wir uns in einem alternativen Tokyo der 1920er Jahre. Es ist dem historischen Tokyo schon ähnlich, aber mit einem bedeutenden Unterschied: Es gibt Yokai und Yurei, Wesen aus der japanischen Folklore, die unter den Menschen leben. Wir folgen Sai, einer jungen Frau, die vom Land in die Stadt gezogen ist. Dort schlägt sie sich mehr schlecht als recht durch und ist umso glücklicher, einen Putzauftrag bei dem berühmt-berüchtigten Schriftsteller Nakahara Daisuke zu bekommen. Das Problem ist nur: Der Schriftsteller hängt tot über seinem Schreibtisch, und beim ihm sitzen ein sprechender schwarzer Kater, ein Kitsune und eine Yurei. Ab diesem Zeitpunkt wird Sai in Geschehnisse verwickelt, von denen sie nicht zu träumen gewagt hatte.</p><p style="font-weight: 400;">Das ist zumindest der Teaser für „Geisterfall“. Bevor es „Geisterfall“ gab, gab es zuerst meine Begeisterung für Yokai. Yokai verbinden für mich einfach viele Elemente, faszinierend sind. Es sind Wesen, die in Grauzonen leben und sich jeglicher Interpretation sperren – wir können es versuchen, aber ich bin mir nicht sicher, ob wir ihr volles Wesen erfassen. Durch meine Vorliebe für Yokai bin ich übrigens auch zu meinem Interesse für die japanische Kultur gekommen.</p><p style="font-weight: 400;">Während ich mich mit der japanischen Folklore beschäftigt habe, habe ich von dem damals (und auch noch heute) relativ neuen Genre „Silkpunk“ gehört. Das Genre hat bei mir Anklang gefunden und ich wünschte mir, irgendwann mal eine Geschichte zu schreiben, die in diesem Genre spielt.</p><p style="font-weight: 400;">Danach ist eins und eins zusammengekommen und plötzlich hatte ich eine Szene im Kopf, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich will nicht mehr verraten, sage aber nur, dass unter anderem ein Kirschbaum darin vorkam.</p><p style="font-weight: 400;">Diese Szene hat mich dann so lange begleitet, dass sie sich nach und nach zu einer Geschichte entwickelt hat – eine Geschichte, die nicht „Geisterfall“ war. Statt „Geisterfall“ hat sich bei mir zuerst die Idee für die Vorgeschichte der Welt der „Saat des Paktes“-Reihe entwickelt. Diese Geschichte hätte ca. im Jahr 1875 gespielt, aber sie existiert (noch) nicht. Damals flößte mir die Jahreszahl 1875 Respekt ein – so viel, dass ich erstmal die Idee in meinem Kopf begraben habe und stattdessen eine vierbädnige Reihe zu schreiben begonnen habe, die nach den Ereignissen von 1875 spielt. Und daraus ist dann „Geisterfall“ entstanden.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Für mich war der Roman jedenfalls ein toller Einstieg in die japanische Mythologie. – Was mir auch sehr gefallen hat, war die Hauptfigur Sai. Falls diese Frage nicht zu persönlich ist: Steckt auch einiges von dir in Sai?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Saskia: </strong>„Erwischt!“, könnte ich fast sagen – aber nur fast. Ja, Sai spiegelt gewisse Erfahrungen von mir wider, die ich in einer Welt, die auf neurotypische Menschen ausgerichtet ist, gemacht habe. Aber nicht nur. Sai ist um einiges vielschichtiger, als ich es bin. Natürlich gibt es Anteile von mir in Sai und auch in meinen anderen Hauptfiguren meiner längeren Geschichten. Ich glaube, dass das als schreibende Person auch schwer zu vermeiden ist. Ein bisschen fließt doch unsere Weltsicht, unser Erleben in die Figuren mithinein. Trotzdem ist es nur ein Teil und dieser Teil macht die Figur nicht ganz aus. Sai besteht nicht vollkommen aus mir. Sai hat nicht mal großartige Charakteranteile, die meinen ähneln. Wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht und auch Sais Spektrum der Neurodivergenz und deren Begleiterscheinungen ist sehr dem meinen angepasst, aber sie ist anders und sie wird sich noch anders entwickeln – ich bin jetzt schon ein bisschen stolz, wie sie über sich hinauswächst.</p><p style="font-weight: 400;">Hier die Trennlinie zu ziehen, ist mir auch sehr wichtig. Ich komme aus der Literaturwissenschaft und der Ansatz, dass wir die schreibende Person mit den Themen und/oder den Figuren gleichsetzen, die sie verarbeitet, war damals schon nicht meins und ist es heute auch nicht. Meine Figuren sind nicht ich und ich nicht meine Figuren, auch wenn es Schnittstellen geben kann.</p><p style="font-weight: 400;">Ich glaube im Übrigen, dass Sai eine Figur ist, die nicht so leicht ankommt. Sie grübelt viel, sie ist oftmals eher passiv, lässt sich von den Geschehnissen überrollen und steht nicht für sich ein. Wie auch? Das alles muss Sai noch lernen – und darum wird es u.a. auch in den weiteren Bänden der „Saat des Paktes“-Reihe gehen. Wir werden Sai und die anderen drei Hauptfiguren verfolgen, wie sie sich charakterlich verändern und Hindernisse überwinden müssen, die in ihren Augen unüberwindbar zu sein scheinen – für andere aber nicht der Rede wert sind. Wie das Treffen von Entscheidungen.</p><p style="font-weight: 400;">Ich hoffe also, dass die Lesenden Sai eine Chance geben und sie vielleicht ein bisschen liebgewinnen. Die Rückmeldung, die ich jetzt von dir bekommen habe, gibt mir auf jeden Fall Hoffnung!</p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich kann jedenfalls Sais Unsicherheit und ihr ständiges Hinterfragen sehr gut nachvollziehen und habe mit ihr mitgelitten. Und ich hoffe sehr, dass sie in den nächsten Bänden ein bisschen mehr Selbstvertrauen findet! – Apropos: Kannst du schon verraten, in welche Richtung es weitergehen wird? Auf wie viele Bände dürfen wir uns freuen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Saskia: </strong>Ich kann ein bisschen beruhigen: Sai wird wachsen. Zumindest so viel, wie es ihr möglich ist. Auch in „Geisterfall“ macht sie für sich schon eine große Veränderung durch, die ist nur – fürchte ich – nicht für alle sichtbar. Aber Sai hat definitiv gelernt Entscheidungen zu treffen und das ist für sie ein sehr bedeutender Schritt.</p><p style="font-weight: 400;">Aber nun zum eigentlichen Thema: Was gibt es noch zu erwarten von „Geisterfall“?</p><p style="font-weight: 400;">„Geisterfall“ ist der erste Band einer vierbändigen Reihe, die sich unter dem Namen „Saat des Paktes“ subsumiert. Die Geschichte von Sai und all ihren Begleitern kannst du also in vier Bänden erleben. Damit wäre alles gut und schön – nur ist leider meine Planung ein bisschen explodiert. Neben den noch kommenden drei Bänden gibt es inzwischen zwischen den Bänden kleine Novellen. Im Moment sind dazu drei Stück geplant. Außerdem möchte ich gerne das erwähnte Prequel, aus dem sich die Welt und die Geschichte der Reihe entwickelt hat, noch schreiben. Und wäre das alles nicht genug, arbeite ich gerade noch an einem Pen&amp;Paper in der Welt von „Saat des Paktes“, damit alle Rollenspielbegeisterte einmal als Yokai zusammen mit Sai und Co ermitteln können.</p><p style="font-weight: 400;">Es wird vielleicht deutlich: Wenn ich genug Durchhaltevermögen habe und meine Lesenden so lange bei mir bleiben, dann wird es noch einige Geschichten mit Sai und in der Welt von „Saat des Paktes“ geben!</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Gibt es außer der Weiterführung von „Geisterfall“ noch andere Projekte, an denen du gerade arbeitest?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Saskia: </strong>Puh, tatsächlich gibt es da noch ein paar Projekte. Vielleicht beschränken wir uns auf die Projekte, die gerade ein bisschen spruchreif sein – und zwar in dem Sinne, dass schon ein grober Weltenbau und eine Idee steht oder schon ein bisschen etwas geschrieben wurde. Denn wie bei allen Autor*innen kommt die Inspiration unverhofft und saugt sich dann fest, bis sie etwas mehr wird als ein flüchtiger Gedanke.</p><p style="font-weight: 400;">Ich will mich aber auf zwei näher liegende Projekte und zwei Projekt in der weiteren Zukunft fokussieren – sonst ufert es doch zu sehr aus!</p><p style="font-weight: 400;">Relativ weit in der Planung habe ich ein Gerichtsdrama, was in einer Arcanepunkwelt spielt, also einer Welt, in der Magie und Technik miteinander verbunden ist. Ein weiteres Projekt ist eine Clockpunk-Märchenadaption von „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen. Bei beiden Geschichten haben wir wieder queere und neurodivergente Repräsentation.</p><p style="font-weight: 400;">Etwas in der Zukunft lieg eine Isekai-Geschichte, die als quasi Metakommentar zu dem Isekai-Genre generell steht. Außerdem verfolge ich immer noch meine Magical Girl-Geschichten, die inzwischen zu zwei Ideen herangewachsen ist.</p><p style="font-weight: 400;">Neben Einzelprojekten wird es auf jeden Fall noch Kurzgeschichten von mir geben und ich hoffe, dass ich bald auch wieder eine Anthologie herausgeben darf.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Du hast ja schon in unterschiedlichen Verlagen veröffentlich. War es schwer, deine Projekte unterzubringen, und wie ist es dir gelungen? Hast du jemals auch überlegt, ins Selfpublishing zu wechseln?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Saskia:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Die deutsche Verlagslandschaft ist und bleibt schwierig für Autor*innen mit Geschichten, die Marginalisierung abbilden. Daran hat sich noch nichts geändert und ich glaube, dass wir noch sehr lange auf eine Veränderung warten müssen. Kommt noch dazu, dass man als Autor*in sehr neu oder einfach unbekannt ist, dann hat man es nochmal schwieriger.</p><p style="font-weight: 400;">Deshalb war es für mich reines Glück, dass sowohl meine Gothic-Novelle, „Dieser Schrei, der nun deiner ist“ als auch „Geisterfall“ bei einem Verlag veröffentlicht wurden. Ich hatte tatsächlich nicht gedacht, dass ich eine positive Zusage für die Projekte bekommen wurde – dafür hatte ich eine zu lange Durststrecke an Absagen hinter mir. Mein Tipp bleibt da wohl einfach: Durchhalten. Durchhalten, denn eine Absage bedeutet nicht, dass das eigene Projekt immer schlecht ist. Das hat einfach vielfältigere Gründe.</p><p style="font-weight: 400;">Und wenn das zu viel Frust führt: Dann ist Selfpublishing nicht nur ein Ausweg, sondern eine wichtige Alternative.</p><p style="font-weight: 400;">Ich selbst habe bisher nur „Sternenleuchten“ und meine Anthologie „Sonnen-Erwachen: Facetten des Aufbruchs“ im Selfpublishing herausgegeben. Nach meinen Erfahrungen im Selfpublishing und in der Verlagslandschaft bleibt das Selfpublishing eine spannende Option und – so viel kann ich schon verraten – es gibt ein paar Projekte, die ich definitiv im Selfpublishing herausbringen möchte. Ob ich dann ganz dort bleibe, überlasse ich der Zukunft, aber im Moment sehe ich meinen Weg als Hybrid-Autor*in.</p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hast du zum Abschluss noch einen Lesetipp? Ein Buch, das dich besonders beeindruckt hat?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Saskia:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Wo fange ich am besten an? Es gibt tatsächlich einige Bücher, die mich sehr beeindrucken und ich muss wirklich überlegen, was ich jetzt mitgebe. Ich glaube, dass wir thematisch weiter bei „Geisterfall“ bleiben und ich drei Bücher mitgebe, die auch gut in den Bereich „Japanische Folklore“ passen:</p><p style="font-weight: 400;">Als leichten Einstieg empfehle ich das Jugendbuch „Momo Arashima – Steals the Sword of the Wind“ von Misa Sugiura. Das Buch (und seine zwei Nachfolger) sind bisher nur auf Englisch erschienen aber dadurch, dass es ein Jugendbuch ist, ist es auch leicht zu lesen. Das Buch gibt eine gute literarische Einführung in die japanische Folklore bzw. Mythologie.</p><p style="font-weight: 400;">Wenn es ein bisschen mehr Silkpunk sein darf, dann empfehle ich von Ken Liu den „Dandelion Dynasty“-Zyklus. Dieser umfasst vier Bände, von denen mindestens zwei auf Deutsch erschienen sind. Ken Liu hat aufgrund dieser Romane den Begriff des „Silkpunks“ eingeführt und es ist quasi das Genre in Reinform.</p><p style="font-weight: 400;">Und nun der Tipp für alle, die sich gerne ein bisschen gruseln: „Japanese Gothic“ von Kylie Lee Baker. Die Geschichte basiert auf einer japanischen Volkssage mit einer guten Brise Horror.</p><p style="font-weight: 400;">Ich hoffe, dass in den Tipps für alle etwas dabei waren!</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Vielen Dank, Saskia! Schön, dass du hier warst!</p><p style="font-weight: 400;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p><p style="font-weight: 400;">Falls du jetzt neugierig geworden bist und eine (oder mehrere) von Saskias Geschichten lesen möchtest:</p><p style="font-weight: 400;">Sowohl “Geisterfall” als auch die Novelle “Dieser Schrei, der nun deiner ist”, gibt es im u.a. im Shop des Weltenruder Verlags, <strong><a href="https://www.weltenruder.de/shop/" target="_blank" rel="noopener">hier</a></strong>. Wer eine signierte und „Yokai geprüfte“-Ausgabe von „Geisterfall“ haben möchtet, kontaktiert am besten Saskia auf their verschiedenen Plattformen.</p><p style="font-weight: 400;">Die Novelle “Sternenleuchten” findest du in Saskias Shop auf ko-fi, <strong><a href="https://ko-fi.com/saskiadressler/shop" target="_blank" rel="noopener">hier</a></strong>.</p><p style="font-weight: 400;">Im nächsten Blog-Post (in zwei Wochen) gibt es dann eine Rezension von mir zu “Geisterfall”, wie immer spoilerfrei! Schau also gerne wieder vorbei!</p><p style="font-weight: 400;">Bis bald!</p>								</div>
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		<p>The post <a href="https://johannabrenne.net/interview-mit-saskia-dressler/">Interview mit Saskia Dreßler</a> appeared first on <a href="https://johannabrenne.net">Johanna Brenne</a>.</p>
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		<title>Autorinnen-Interview mit Tala T. Alsted</title>
		<link>https://johannabrenne.net/autorinnen-interview-mit-tala-t-alsted/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2026 07:46:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Dystopie]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In dieser Folge meiner Interview-Reihe habe ich Tala T. Alsted zu Gast, eine Autorin, die ich ebenfalls über Instagram gefunden habe. Ich habe bereits zwei ihrer Romane gelesen, der neueste, „Dunkellied“, ist kürzlich erst erschienen. Ich fange wieder mit ein paar Fakten an: Tala T. Alsted veröffentlicht [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://johannabrenne.net/autorinnen-interview-mit-tala-t-alsted/">Autorinnen-Interview mit Tala T. Alsted</a> appeared first on <a href="https://johannabrenne.net">Johanna Brenne</a>.</p>
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									<p style="font-weight: 400;">Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In dieser Folge meiner Interview-Reihe habe ich Tala T. Alsted zu Gast, eine Autorin, die ich ebenfalls über Instagram gefunden habe. Ich habe bereits zwei ihrer Romane gelesen, der neueste, „Dunkellied“, ist kürzlich erst erschienen.</p><p style="font-weight: 400;">Ich fange wieder mit ein paar Fakten an:</p><p style="font-weight: 400;">Tala T. Alsted veröffentlicht ihre Bücher in Eigenregie. Ihre Buchcharaktere begleiten sie oft jahrelang, weshalb sie so viel Zeit hat, kleine Zeichnungen von ihnen anzufertigen, die sie dann auch gern auf ihren Social-Media-Kanälen teilt. Ein paar Mal im Jahr kannst du sie übrigens auf ausgewählten Buchmessen treffen. Im Internet findest du sie unter <a href="https://tala-alsted.de" target="_blank" rel="noopener"><strong>tala-alsted.de</strong></a> und <a href="https://wortlicht.blog" target="_blank" rel="noopener"><strong>wortlicht.blog</strong></a>, oder auf Instagram unter <a href="https://www.instagram.com/wortlichtblog" target="_blank" rel="noopener"><strong>@wortlichtblog.</strong></a></p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hallo Tala, schön, dass du heute virtuell auf meinem Blog zu Gast bist!</p><p style="font-weight: 400;">Als erstes interessiert mich der Ursprung deines Autorinnendaseins: Wie bist du zum Schreiben gekommen, und kannst du den Moment benennen, seitdem du dich traust, dich selbst als „Autorin“ zu bezeichnen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Tala:</strong> Ich schreibe schon, seit ich schreiben kann. Davor habe ich Geschichten gemalt und mein Vater hat den Text dazu geschrieben. Autorin nenne ich mich tatsächlich erst, seit ich „echte“, gedruckte Bücher veröffentlicht habe.</p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Du hast bis jetzt drei Romane veröffentlich: „Lindenherz“, „Re-Generation“ und „Dunkellied“. Dein Romandebüt handelt von einer Zeitreise ins Mittelalter, nicht wahr? Die beiden letzten Bücher sind Dystopien: „Re-Generation“ spielt in der Zukunft“, „Dunkellied“ passt zu unserer Zeit, das Setting ist aber eine fiktive Welt. Wie kam es zum Genre-Sprung von Vergangenheit zur Zukunft?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Tala:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Mit „Lindenherz“ habe ich mich über vier Jahre lang beschäftigt, die Idee mit dem geheimnisvollen Spiegel, der etwas anderes anzeigt als ein normales Spiegelbild, hatte ich schon ewig im Kopf. Durch meine Arbeit in einem Museum habe ich viel mit historischen Themen zu tun und ich wollte gern mit ein paar Klischees übers Mittelalter aufräumen. Mit Blick auf mein nächstes Buchprojekt ist mir bewusst geworden, dass für mich das Thema einer Geschichte ausschlaggebend ist, nicht das Genre, da bin ich flexibel.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hintergrund deiner beiden Dystopien sind jeweils wissenschaftliche Phänomene und Forschungen: Bei „Re-Generation“ spielst du mit Zellverjüngung, in „Dunkellied“ mit der Typisierung unserer biologischen inneren Uhr bzw. dem Unterschied zwischen Tag- und Nachttypen. Was hat dich jeweils auf die Idee dazu gebracht, und wie intensiv war die Recherche?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Tala:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Bei RE-GENERATION war es tatsächlich eine kleine Wissenschaftsmeldung darüber, dass es asiatischen Forschern gelungen sein soll, menschliche Zellen um einige Monate zu verjüngen. Das musste ich einfach weiterspinnen: Was wäre, wenn es so eine Behandlung gäbe? Was würde das mit der Gesellschaft machen? Ich habe auch relativ viel recherchiert und herausgefunden, dass die Forschung schon weit fortgeschritten ist und dass es tatsächlich oft die millionenschweren Unternehmer sind, die das vorantreiben. Ich finde das Thema immer noch super spannend!</p><p style="font-weight: 400;">„Dunkellied“ wiederum ist in dieser Hinsicht persönlicher. Tatsächlich fühle ich mich als Nachteule in unserer Gesellschaft in einen Rahmen gepresst, der nicht gut zu mir und meinem Tagesrhythmus passt. Auch hier habe ich recherchiert und sogar einen Gen-Test machen lassen, der belegt, dass meine innere Uhr einfach so tickt. Man kann das nicht abtrainieren und es ist auch nicht gesund, es zu versuchen – eine für mich sehr befreiende Erkenntnis, die ich gern weitergebe. Aus dieser Inspiration ist dann aber eine ganz eigene Welt geworden, eine zweigeteilte Gesellschaft mit viel Diskriminierung und Unterdrückung. Ausgehend davon kann man Parallelen ziehen zu ganz anderen Formen von Diskriminierung und Unterdrückung.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich wusste gar nicht, dass man sich auf Tag- oder Nachttyp testen lassen kann! Ich glaube, ich wäre einer dieser Mischtypen. – Aber zurück zu deinen Büchern: In beiden spielt auch die Natur eine Rolle. In „Re-Generation“ tauchen Pflanzen als Motiv auf, in „Dunkellied“ Vögel. Bist du auch eine Naturliebhaberin, wie deine Figuren?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Tala:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Und wie, schon immer! Ich bin auch gern draußen. Und bei beiden Büchern empfinde ich die kleinen Natur-Parts als sehr wohltuenden Kontrast zu den unterirdischen Welten.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich bin auch eine große Draußen-Freundin. Wenn ich mir vorstelle, wie die „Grauen“ in Dunkellied immer unter der Erde zu sein, zu wissen, dass es oben viel schöner ist … schrecklich.</p><p style="font-weight: 400;">Jetzt zu einer Frage zu deinem Veröffentlichungs-Prozess: Du bist Selfpublisherin. War das von Anfang an dein Plan oder wie hat sich das ergeben?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Tala:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Natürlich habe ich mich auch bei Verlagen beworben, aber immer nur maximal so lange, bis meine Bücher fertig waren. Ich bin einfach zu ungeduldig, monatelang auf Antwort zu warten, die vielleicht nie kommt. Und ich finde die Selfpublishing-Möglichkeiten faszinierend. Dass das überhaupt geht, ist fantastisch! Ich bin gern unabhängig, habe Spaß am Ausprobieren und mache sowieso am liebsten alles selbst, damit ich auf niemanden warten muss. Aber natürlich braucht es für Dinge wie Korrektorat dann doch noch einen Blick von außen.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Verrätst du uns, ob du schon wieder am nächsten Projekt arbeitest? Wenn ja, auf welches Genre dürfen wir uns freuen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Tala:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Es wird ein Umweltthema im Hier und Jetzt mit einem ziemlich störrischem Klimaaktivisten und einer jungen Firmenerbin in den Hauptrollen. Die Geschichte hat sich vorgedrängelt, eigentlich wollte ich eine dystopische Fantasy-Idee umsetzen, die ich schon länger mit mir herumtrage. Dann wollte ich spontan eine Romance schreiben, aber das liegt mir offenbar nicht, denn es wird in Verbindung mit einer Lovestory gleichzeitig wieder um andere gesellschaftliche Themen gehen.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Mir haben deine beiden Dystopien jedenfalls sehr gut gefallen. „Lindenherz“ habe ich noch nicht gelesen. – Apropos: Hast du noch einen Lesetipp für uns? Ein Buch, das dich besonders beeindruckt hat?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Tala:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Vielen Dank! Das Buch, das mich in den letzten Jahren am allerallermeisten begeistert hat, ist die rasante und mitreißende Dystopie „Chimärenstadt“ von L.U. Sanders. Die gibt’s auch als Hörbuch.</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">L.U. Sanders findet man übrigens auch auf Instagram: <a href="https://www.instagram.com/l.u.sanders" target="_blank" rel="noopener"><strong>@l.u.sanders</strong></a></p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;">Vielen Dank, Tala! Schön, dass du hier warst!</p><p style="font-weight: 400;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p><p style="font-weight: 400;">Falls du jetzt neugierig geworden bist: Wie du am besten an Talas Bücher kommst, erfährst du auf ihrer Website. Zusammengefasst: Signierte Bücher kann man immer auch per E-Mail oder Direktnachricht bei ihr bestellen, Dunkellied gibt’s so auch mit Farbschnitt und RE-GENERATION als Sonderausgabe. Zu Talas Shop geht&#8217;s <a href="https://tala-alsted.de/shop/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier.</strong></a></p><p style="font-weight: 400;">Im nächsten Blog-Post (in zwei Wochen) gibt es dann eine Rezension von mir zu “Dunkellied”, wie immer spoilerfrei! Schau also gerne wieder vorbei!</p><p style="font-weight: 400;">Bis bald!</p>								</div>
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		<title>Der Buchmark und mein Schreiben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 08:32:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorinnenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie reagiere ich auf die Vorgaben des Buchmarkts? Der Buchmarkt und ich, wir haben eine komplizierte Beziehung. Denn der Buchmarkt wird von Trends diktiert und natürlich auch von längerfristigen „Dogmen“. Nicht aus bösem Willen, sondern abgeleitet von dem, was sich (angeblich?) gut verkauft und was nicht. Denn klar, Verlage wollen Bücher verkaufen, Buchhändler wollen wissen, [&#8230;]</p>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wie reagiere ich auf die Vorgaben des Buchmarkts?</h3>				</div>
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									<p>Der Buchmarkt und ich, wir haben eine komplizierte Beziehung. Denn der Buchmarkt wird von Trends diktiert und natürlich auch von längerfristigen „Dogmen“. Nicht aus bösem Willen, sondern abgeleitet von dem, was sich (angeblich?) gut verkauft und was nicht. Denn klar, Verlage wollen Bücher verkaufen, Buchhändler wollen wissen, was sie wo in ihre Regale stellen sollen. Und wir Autor*innen? Wir wollen schreiben. Manche Autor*innen passen zufällig gut zu den Richtlinien des Buchmarkts, manche halten sich absichtlich dran. Und dann bin da noch ich. Stellen wir uns das als Dialog vor:</p><p> </p><p><b>Der Buchmarkt sagt:</b><b></b></p><p>Schreib innerhalb eines klaren Genres. Zur Zeit am besten Romance mit Fantasy, oder gleich Romantasy. Mit ordentlich Spice drin (für nicht Romance-Leser: das sind die Liebesszenen). Meide hingegen Science-Fiction, das kommt im deutschsprachigen Raum nicht gut an, schon gar nicht von einer Frau geschrieben.</p><p>Na gut, wenn es unbedingt Science-Fiction sein muss, dann bitte mit ordentlich Technik und ein paar fiesen Aliens. Dystopie? Lieber nicht, aber wenn, dann mit viel Action.</p><p>Schreib auf jeden Fall für ein spezifisches Alter, mit einem fixen Leser im Kopf. Bitte mit demographischen Angaben deines Lesers, samt Vorlieben, Hobbys und Kreditkartennummer. Denn nur so kannst du wissen, was du schreiben und wie du es vermarkten sollst.</p><p> </p><p><b>Ich zucke mit den Schultern und antworte:</b><b></b></p><p>Ich schreibe aber Genre-Mix. Manchmal Fantasy, zum Teil ohne Magie. Mal dunkler, mal heller, manchmal sogar lustig. Science Fiction ganz „soft“, ohne viel Technik, dafür mit Schwerpunkt auf Figuren und deren Konflikte mit der Gesellschaft. Keine Aliens, keine Weltraumschlachten. Einfach meine Welten, die manchmal ähnlich sind wie unsere, manchmal fremder. Dystopie mit minimaler Action, dafür manchmal mit utopischen Zügen. Spannung ohne Gewalt. Romance höchstens als Supbplot, und wenn, dann ohne Spice.</p><p>Meine Leser? Die sind so divers wie meine Geschichten. Ich habe eine ungefähre Vorstellung, wem welche meiner Geschichte gefallen könnten, aber ich schreibe sie nicht primär für eine Gruppe. Abgesehen von dem Jugendbuch, das ich gerade schreibe.</p><p> </p><p><b>Der Buchmarkt schüttelt streng den Kopf.</b><b></b></p><p>So wird das nichts. Du musst einheitlich sein!</p><p> </p><p><b>Ich lache.</b><b></b></p><p>Mag nicht. Ich schreibe, was in meinem Kopf auftaucht. Die Figuren kommen zu mir und wollen, dass ich ihre Geschichte aufschreibe. Dann schicke ich sie doch nicht weg, nur weil sie in kein festes Schema passen? Die sind halt anders. Mögen keine Schubladen. &#8211; Vielleicht ist das mein Genre: Ein-bisschen-anders.</p><p> </p><p>Der Buchmarkt schüttelt wieder den Kopf und geht.</p><p> </p><p>Was soll’s. Ich kann doch nicht die einzige sein, die keinen Lust hat, sich einschränken zu lassen? Vielleicht gibt es ja auch Leser, die Vielfalt lieben und keine ausgetretenen Pfade? Außerdem muss ja auch nicht jeder Leser alle meine Geschichten mögen. Es ist ein Angebot, aus dem man sich gerne etwas heraussuchen darf.</p><p> </p><p>Bist du mit dem Buchmarkt zusammen weggegangen oder bist du noch da?</p><p>Wenn du noch hier bist: Willkommen in der Welt meiner Worte. Mach’s dir gerne gemütlich in meiner kleinen Ecke. Vielleicht findest du ja was zum Lesen. Eine Auflistung meiner Romane und Kurzgeschichten findest du <a href="https://johannabrenne.net/buecher/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>. Neuigkeiten gibt es unter &#8222;Aktuelles&#8220;, <a href="https://johannabrenne.net/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>. Besuch mich auch gerne auf Instagram, da findest du eine Menge kurzer Posts über mein Schreiben und Lesen. Du findest mich <a href="https://www.instagram.com/johannabrenne/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a>.</p><p> </p><p>Schön, dass du da bist.</p><p>Bis bald.</p>								</div>
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		<title>Autorinnen-Interview mit Nova K. Mayer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2026 10:51:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In der sechsten Folge meiner Interview-Reihe habe ich wieder eine Autorin zu Gast, die ich über die Instagram-BuchBubble gefunden habe: Nova K. Mayer, Lektorin und Self-Publisherin im Bereich Science-Fiction.   Johanna: Hallo Nova, schön, dass du da bist! Magst du uns ein paar Fakten über dich erzählen? [&#8230;]</p>
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									<p style="font-weight: 400;">Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In der sechsten Folge meiner Interview-Reihe habe ich wieder eine Autorin zu Gast, die ich über die Instagram-BuchBubble gefunden habe: Nova K. Mayer, Lektorin und Self-Publisherin im Bereich Science-Fiction.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hallo Nova, schön, dass du da bist! Magst du uns ein paar Fakten über dich erzählen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hallo zusammen, ich schreibe seit einigen Jahren unter dem Pseudonym Nova K. Mayer abenteuerliche Science-Fiction mit Message. Da ich zur Gen X gehöre, kenne ich noch die Zeiten ohne Internet und KI, dennoch haben mich spannende Geschichten, die in einer zukünftigen Welt spielen, schon immer fasziniert.</p><p style="font-weight: 400;"><a href="http://www.nova-k-mayer.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>www.nova-k-mayer.de</strong></a></p><p style="font-weight: 400;"><a href="https://www.instagram.com/nova.k.mayer/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Instagram: @nova.k.mayer</strong></a></p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich bin neugierig auf deine Origin-Story: Du hast ja zuerst geschrieben und bist später auch ins Lektorat eingestiegen. Wie kam es dazu?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Geschrieben und gezeichnet habe ich „schon immer“, wie es so schön heißt &#8211; als Jugendliche noch mit Bleistift und Papier. In der Schule gern auch unter der Bank. Als ich vor einigen Jahren wieder angefangen habe zu schreiben, war ich zum ersten Mal in engem Austausch mit anderen Schreibenden. Beim gegenseitigen Testlesen habe ich festgestellt, dass es mir großen Spaß macht, das Maximum aus einer Idee rauszuholen. Bestärkt haben mich Rückmeldungen wie<em>: Das bringt meinen Text wirklich weiter!</em> Zu finden bin ich seit 2022 als Heidrun Launicke, <a href="https://www.instagram.com/lektorat.schreibwege/" target="_blank" rel="noopener"><strong>@lektorat.schreibwege</strong></a>.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ist dir dein Lektorinnen-Ich eigentlich beim Schreiben nützlich oder im Weg? Kann man als Lektorin ganz entspannt eine Rohfassung schreiben oder ist man mit einem Auge schon beim Überarbeiten?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Mittlerweile bin ich gleichzeitig am Überarbeiten, lediglich Wortwiederholungen sind mir erst einmal egal. 😉</p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Du hast den Weg des Selfpublishing gewählt. War dir von Anfang an klar, dass du das möchtest?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Relativ schnell. Ich hatte eine kurze Phase, in der ich hin- und hergerissen war, aber dann wollte ich mein Buch selbst veröffentlichen, um als Autorin einfach weiterzukommen. Außerdem wusste ich, dass ich für so ein Vorhaben genug Organisationstalent und Durchhaltevermögen besitze.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Dein Debüt-Roman “Die Aliens auf Rigas“ lässt sich im Genre Science-Fiction einordnen, und dort wieder im Bereich „Soft-Science-Fiction“. Was bedeutet das „Soft“ in dem Fall?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p><span style="font-weight: 400;">Für mich steht das Soft im Gegensatz zu Hard – also zu Hard-Science-Fiction, in der technische und wissenschaftliche Gegebenheiten möglichst realistisch erklärt werden. Bei mir liegt der Fokus stattdessen auf den sozialen Konflikten der Figuren und einer fantasievollen, spannenden Handlung, die auch mal von der Realität abweichen darf.</span></p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Titel und Cover verraten ja schon, dass die Menschen auf einem anderen Planeten auf eine fremde Spezies treffen. Du hast dir da ein paar besondere Eigenschaften ausgedacht. Wie hast du die „Aliens“ entwickelt – verrate natürlich nur, was du hier verraten möchtest.</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Die Aliens sollten nicht-humanoid, also fremdartig sein, weil ich da meiner Fantasie freien Lauf lassen konnte. Ich hatte den Kopffüßer als Vorlage und die Barbapapas im Kopf. Daraus habe ich die Colchidai entwickelt.</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Eine beliebte Challenge auf Instagram ist ja „Dein Buch in 10 Wörtern“ oder ähnliches. Ganz so knapp muss es nicht sein, aber was kannst du uns in 5 Sätzen über dein Buch erzählen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">In Band 1 DIE ALIENS AUF RIGAS geht es um einen jungen Helden namens Vito, der sich anfangs jedoch gar nicht so fühlt. Im Gegenteil – durch ein Implantat im Fuß ist er ein wenig „disabled“ und wird deswegen von der strengen Kommandantin schikaniert. Es geht darum, wie er es schafft, sich gegen sie zu behaupten und im Konflikt mit der fremden Spezies seinen Werten treu zu bleiben. Man kann Vitos Geschichte also als Coming-of-Age- Science-Fiction-Story bezeichnen.</p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Bald erscheint dein zweiter Roman, „Das Spiel der Batya“: Eine Fortsetzung von Vitos Geschichte, aber nicht ganz: Wie können die Leser sich das vorstellen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">In der Vito-vom-Planeten-Rigas-Trilogie wird jeder Band eine für sich abgeschlossene Geschichte erzählen. Einige der Figuren kommen im Folgeband wieder vor, Vito natürlich als Hauptfigur. Ich finde die Entwicklung von einzelnen Figuren über die Bände hinweg sehr spannend (zum Beispiel bei Connor). Natürlich kommen auch neue Figuren dazu.</p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Wie genau waren deine Vorstellungen bezüglich des Covers &#8211; sowohl für Band 1 als auch für das – noch geheime – Cover von Band 2? Als Self-Publisherin bist du in dieser Hinsicht ja freier als viele Verlags-Autoren, aber ich nehme an, du hast es nicht völlig selbst gestaltet?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Nein, beide Cover sind von Renee Rott, Dream Design, <a href="https://www.instagram.com/cover.and.art/" target="_blank" rel="noopener"><strong>@cover.and.art</strong></a>, der sie nach meinen Wünschen gestaltet hat. Ich hatte zuerst Bleistiftzeichnungen angefertigt. Erwähnenswert ist, dass Renee völlig ohne Einsatz von KI arbeitet. Im zweiten Buch gibt es zum ersten Mal eine Landkarte, illustriert von einer jungen Künstlerin. Die Karte zeigt die Erde des 25. Jahrhunderts, so wie sie hoffentlich nicht wirklich aussehen wird.</p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Vielen Dank, Nova! Schön, dass du mich virtuell besucht hast!</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Nova:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Vielen Dank für die virtuelle Einladung. Außerdem hast du mir als Testleserin bei Band 2 sehr geholfen. Danke auch dafür!</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Das Testlesen hat unheimlich viel Spaß gemacht! Ich kann schon mal verraten, dass Band 2 toll wird!</p><p style="font-weight: 400;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p><p style="font-weight: 400;">Wer will, kann jetzt also schnell noch den ersten Band lesen, und dann direkt mit Band 2 weitermachen. Auch wenn es für das Verständnis von „Das Spiel der Batya“ nicht nötig ist: „Die Aliens auf Rigas“ lohnen sich auf jeden Fall! Der Roman ist überall im Handel erhältlich, z.B. beim Amazon über diesen Link<strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong><a href="https://amzn.eu/d/79F93B0" target="_blank" rel="noopener">https://amzn.eu/d/79F93B0</a></strong></p><p style="font-weight: 400;">aber auch im kleinen Buchladen vor Ort!</p><p style="font-weight: 400;">Für alle, die sich noch nicht sicher sind, gibt es in zwei Wochen hier auf dem Blog eine Rezension zu „Die Aliens auf Rigas“, wie immer natürlich spoilerfrei!</p><p style="font-weight: 400;">Und weil es ja nicht mehr lange dauert, bis „Das Spiel der Batya“ erscheint, geht es dann am 30.1. nahtlos mit einer Rezension dazu weiter! &#8211; Dazu kann ich jetzt schon sagen, dass Band 2 dunklere Vibes hat als Band 1 – mein erstes Fazit nach der Lektüre war WAS FÜR EIN RITT!</p><p style="font-weight: 400;">Bis bald!</p>								</div>
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		<p>The post <a href="https://johannabrenne.net/autorinnen-interview-mit-nova-k-mayer/">Autorinnen-Interview mit Nova K. Mayer</a> appeared first on <a href="https://johannabrenne.net">Johanna Brenne</a>.</p>
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		<title>Jahresrückblick und Ausblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 08:56:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorinnenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Der Mond von Yazahaan]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was hat sich vergangenes Jahr in der Welt meines Schreibens getan? Was erwarte ich für 2026? Zeit für einen Rückblick auf mein Autorinnenjahr 2025! Es war mit einem Wort: spannend! Meine Romane: Großer Meilenstein des Jahres war natürlich die Vertragsunterzeichnung für „Der Mond von Yazahaan“ bei Realm &#38; Rune. (Mehr dazu findest du in meinem [&#8230;]</p>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was hat sich vergangenes Jahr in der Welt meines Schreibens getan? Was erwarte ich für 2026?</h3>				</div>
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					<h5 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Zeit für einen Rückblick auf mein Autorinnenjahr 2025! Es war mit einem Wort: spannend!</h5>				</div>
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									<p><b>Meine Romane:</b><b></b></p><p>Großer Meilenstein des Jahres war natürlich die Vertragsunterzeichnung für <strong><a href="https://johannabrenne.net/der-mond-von-yazahaan/" target="_blank" rel="noopener">„Der Mond von Yazahaan“</a></strong> bei <strong><a href="https://realm-and-rune.de" target="_blank" rel="noopener">Realm &amp; Rune</a></strong>. (Mehr dazu findest du in meinem <strong><a href="https://johannabrenne.net/casdans-reise-zur-veroeffentlichung/" target="_blank" rel="noopener">Blog-Beitrag &#8222;Casdans Reise zur Veröffentlichung&#8220;</a></strong>). Daraus resultierte nicht nur eine sehr aufgeregte und glückliche Autorin, sondern auch schöne Vorbereitungen, damit mein Debüt-Roman nächstes Jahr erscheinen kann. Dazu unten mehr.</p><p>Auch bei meinem Jugendroman-Projekt <a href="https://johannabrenne.net/daria-und-das-geheimnis-der-ornamentwueste/" target="_blank" rel="noopener"><strong>„Daria“</strong></a> gab es Fortschritte: Die Rohfassung ist fertig, momentan stecke ich in der Überarbeitung (Stichwort: Plot-Löcher finden und stopfen, Weltenbau Feinschliff). Auch das macht mir viel Freude! Besonders die Momente, in denen die Lösung für ein Plot-Loch auf einmal vor mir steht und lacht.</p><p><b>Kurzgeschichten:</b><b></b></p><p>Geschrieben, eingereicht, angenommen, abgelehnt, erschienen! Das ganze Spektrum war vertreten.</p><p>Konkret haben zwei Geschichten in Anthologien das Licht der Welt erblickt: <a href="https://johannabrenne.net/die-weisse-frau-sieht-rot/" target="_blank" rel="noopener"><strong>„Die Weiße Frau sieht rot“</strong></a> ist im Oktober in der Sammlung <a href="https://www.muc-verlag.de/horror-und-science-fiction/monster-2-0/" target="_blank" rel="noopener"><strong>„Monster 2.0“ im muc Verlag</strong></a> erschienen. <a href="https://johannabrenne.net/das-wort-mit-a/" target="_blank" rel="noopener"><strong>„Das Wort mit A“</strong></a> ist, ebenfalls im Oktober, in der Sammlung <a href="https://leserattenverlag.de/produkt/plueschies-alive/" target="_blank" rel="noopener"><strong>„Plüschies Alive“ des Leseratten Verlags</strong></a> erschienen.</p><p>Vier weitere Geschichten sind angenommen worden und harren weiterer Dinge, bei einer Geschichte warte ich noch auf Daumen hoch oder runter. Zwei Geschichten sind abgelehnt worden und sitzen nun bei mir im „mal sehen was ich damit noch mache“-Ordner.</p><p>Und, ganz besonders schön: Mit der Hilfe von <a href="https://mines-buchstabenhexerei8.webnode.page" target="_blank" rel="noopener"><strong>Mine&#8217;s Buchstabenhexerei</strong></a> habe ich meine Kurzgeschichte <a href="https://johannabrenne.net/traeume/" target="_blank" rel="noopener"><strong>„Träume“</strong></a> als pdf/epub auf meine Website gestellt, als Geschenk für meine Newsletter-Abonnenten. (Neugierig? <a href="https://johannabrenne.net/newsletter/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier geht’s zur Newsletter-Anmeldung!</strong></a>)</p><p><b>Was noch?</b><b></b></p><p>Eine (für mich beachtliche) Anzahl von Instagram Posts, Blog-Beiträgen, Newsletter, das Experiment Pinterest &#8211; ich bin im Netz sichtbar, wenn man weiß, wo. (Wenn du mich suchst: <a href="https://www.instagram.com/johannabrenne/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a> geht&#8217;s zu meinem Instagram-Account, <a href="https://de.pinterest.com/johannabrenne/" target="_blank" rel="noopener"><strong>hier</strong></a> zu Pinterest.) Es ist nur eine kleine Ecke, aber ich sitze ganz zufrieden darin.</p><p>Ich habe ganz viele liebe, interessante Kontakte geknüpft! Der Vertragsabschluss bei Realm &amp; Rune hat mir nämlich einen Haufen lieber Autor*innenkollegen beschert: Anregungen, Ideen, Austausch und viele neue Bücher! Ich habe meinen „Tribe“ gefunden.</p>								</div>
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					<h5 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Dann werfen wir mal einen Blick in die Zukunft, rüber ins Jahr 2026: Was plane/erhoffe ich mir für das kommende Jahr?</h5>				</div>
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									<p><b>Romane:</b><b></b></p><p>Wenn alles wie geplant läuft, sollte „Der Mond von Yazahaan“ im März erscheinen, und zwar in zwei Teilen kurz hintereinander. Bis dahin muss noch einiges getan werden: Momentan warte ich darauf, das Manuskript aus dem Lektorat zurück zu bekommen, damit ich die Anmerkungen bearbeiten kann. Dann muss das Cover entstehen: Der Verlag arbeitet mit Cover-Designer*innen zusammen, mit denen ich mich austauschen kann. Das alles ist ein unglaublich spannender Prozess! Natürlich werde ich das Cover teilen, sobald es feststeht. Wenn du ab Januar mit Neuigkeiten und Schnipseln zu Yazahaan versorgt werden willst, schau gerne bei mir auf Instagram vorbei. Dort teile ich jetzt schon immer wieder etwas &#8211; das wird noch mehr!</p><p>Auf jeden Fall freue ich mich schon unglaublich darauf, meine Geschichte dann tatsächlich in den Händen zu halten: als Buch, nicht nur als Stapel ausgedrucktes Papier.</p><p>Mein Jugendbuch-Projekt „Daria“ will ich natürlich nicht vergessen. Ich kann aber momentan noch nicht abschätzen, wann die Überarbeitung soweit ist, dass ich fremde Augen einen Blick darauf werfen lassen kann. Mal sehen.</p><p> </p><p><b>Kurzgeschichten:</b><b></b></p><p>4 meiner Geschichten stehen in den Startlöchern, veröffentlich zu werden. Eine davon ist gerade vom Lektorat zurück. Mehr dazu: nächstes Jahr.</p><p>Ich stehe gerade kurz davor, eine weitere Geschichte aufs Einreichen vorzubereiten. Und natürlich schiele ich schon auf Ausschreibungen im nächsten Jahr. Nach der Kurzgeschichte ist vor der Kurzgeschichte.</p><p> </p><p><b>Was noch?</b><b></b></p><p>Gibt es ein neues großes Projekt? Ja-nein-vielleicht. Es schwirren da ein paar Ideen herum, manche haben es schon zu Notizen gebracht. Aber eins nach dem anderen. Es ist auf jeden Fall zu früh, um hier etwas heraus zu posaunen.</p><p>Auf jeden Fall werde ich weiterhin hier und auf Instagram aktiv sein. Ob ich das Experiment Pinterest weiterführe, werde ich noch sehen. Auch meinen Newsletter wird es weiterhin einmal im Monat geben.</p><p> </p><p>Wie sieht es bei dir aus? Wie war dein Jahr 2025? Ich hoffe, du bist stolz und zufrieden auf das, was du erreicht hast.</p><p>Was sind deine Pläne, Hoffnungen, Ziele für 2026? Wovon träumst du? Erzähle es mir gerne! Wenn es einen Ort gibt, wo man Träume haben darf, dann ist es meine kleine blaue Ecke hier.</p><p> </p><p>Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute fürs Neue Jahr! Danke, dass du Teil der Welt meiner Wort bist!</p><p>Ich hoffe, wir lesen uns in 2026 wieder!</p><p>BIs bald!</p>								</div>
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		<title>Autoren-Interview mit Felix Bartsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 09:16:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben wieder einen Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In der fünften Folge meiner Interview-Reihe habe ich Felix Bartsch zu Gast, einen Autoren-Kollegen bei Realm &#38; Rune. Felix‘ Roman-Debüt „Zweipfennigs geisterhafte Detektei“ erscheint morgen, am 22.11.2025 – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Als kleinen Vorgeschmack hat er uns das Cover mitgebracht. Aber dazu [&#8230;]</p>
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									<p style="font-weight: 400;">Wir haben wieder einen Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In der fünften Folge meiner Interview-Reihe habe ich Felix Bartsch zu Gast, einen Autoren-Kollegen bei <strong><a href="https://realm-and-rune.de" target="_blank" rel="noopener">Realm &amp; Rune</a></strong>. Felix‘ Roman-Debüt „Zweipfennigs geisterhafte Detektei“ erscheint morgen, am 22.11.2025 – wenn das kein Grund zum Feiern ist! Als kleinen Vorgeschmack hat er uns das Cover mitgebracht. Aber dazu weiter unten.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;">Ich habe Felix gefragt, wie er sich beschreiben würde, und prompt hat er mir das geschickt:</p><p style="font-weight: 400;">Felix Bartsch (*1992) isst, schreibt und schläft in Oberfell an der Mosel. Letzteres eher schlecht, aber das soll hier keine Rolle spielen. Angefangen mit Kurzgeschichten in der Schulzeit über ein zehnjähriges Intermezzo auf den Poetry-Slam-Bühnen in ganz Deutschland, hat er es sich nun aus unerfindlichen und vermutlich masochistischen Gründen in den Kopf gesetzt, sich am Buchmarkt als Autor für Urban Fantasy zu etablieren. Ob das funktioniert? Wir werden sehen!</p><p> </p><p style="font-weight: 400;">Damit ist ja schon einiges klar, oder? – Für weitere Facts und Infos, schau gerne auf seiner Website und seinem Instagram-Account vorbei:</p><p style="font-weight: 400;"><strong><a href="https://felixbartsch.com" target="_blank" rel="noopener">www.felixbartsch.com</a></strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong><a href="http://www.instagram.de/felixtbartsch" target="_blank" rel="noopener">www.instagram.de/felixtbartsch</a></strong></p><p style="font-weight: 400;">Oder natürlich bei seinem Verlag, Realm &amp; Rune:</p><p style="font-weight: 400;"><a href="https://realm-and-rune.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>https://realm-and-rune.de/</strong></a></p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Aber jetzt zum Interview!</h3>				</div>
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									<p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hallo Felix, schön, dass du dir die Zeit nimmst, virtuell auf meinem Blog vorbeizuschauen! Erzähl doch erstmal deine Origin-Story: Wie bist du zum Schreiben gekommen, und kannst du den Moment benennen, seitdem du dich traust, dich selbst als „Autor“ zu bezeichnen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Felix:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ganz schön viel Druck. Muss ich mir jetzt eine verrückte Bösewichtstory darüber ausdenken, wie ich im Westerwald damals von zehn Wölfen großgezogen wurde? Oder, Plottwist: Wie ich im Westerwald damals zehn Wölfe großgezogen und die Wege des Waldes gelehrt habe?</p><p style="font-weight: 400;">Die Wahrheit ist nämlich viel langweiliger. Ich habe immer irgendwie kreativ geschrieben und im Rahmen eines Schulprojekts im Deutsch-LK ging es dann darum, selbst Kurzgeschichten zu schreiben. Hier hat mein damaliger Lehrer (schöne Grüße an der Stelle!) gemerkt, dass ich doch mehr kann als nur im Unterricht schlafen.</p><p style="font-weight: 400;">Die entstandenen Geschichten habe ich dann an der Schule bei einem Kulturabend vorgelesen und aufgrund der Resonanz bin ich danach beim Poetry Slam in Koblenz damit aufgetreten. Das hat mich gepackt und ich war zehn Jahre lang überall auf Bühnen unterwegs und habe so um die 500 Auftritte gemacht.</p><p style="font-weight: 400;">Nebenbei habe ich zufällig einen ersten Roman, eine satirische Großstadtgeschichte, geschrieben und veröffentlicht. Das ist irgendwie einfach so passiert. Aber darüber habe ich Spaß am Romanschreiben gefunden. Es hat dann noch ein paar Jahre gedauert, um Stil, Genre und so weiter zu festigen. Mit dem aktuellen Buch fühle ich mich auf jeden Fall als Romanautor angekommen.</p><p style="font-weight: 400;"> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Dein Debüt-Roman “Zweipfennigs geisterhafte Detektei“ lässt sich in das Genre „Urban Fantasy“ einordnen – und spielt in Koblenz. Ich denke, es gibt bisher noch keine Fantasy-Romane, die dort spielen, oder? Wie bist du auf die Idee gekommen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Felix:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Es gibt tatsächlich einige Bücher, die in Koblenz spielen. Sogar eine Katzen-Krimi-Reihe. Aber Fantasy eher weniger, soweit ich das weiß. Bei mir ging es bei der Auswahl des Settings eigentlich um drei Dinge: Ich wollte eine Stadt mit langer Historie. Ich wollte gerne etwas Lokalkolorit reinbringen. Und ich brauchte einen Ort, der in der realen Zeit der Inquisition eine gewisse Rolle gespielt hat. Bei Koblenz und Umgebung hat dann alles gepasst und damit war die Entscheidung gefallen. Irgendwie hat es auch was Schönes, die eigene Region mit einer Menge abgefahrenem Fantasykram zu überschütten.</p><p style="font-weight: 400;"> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Erzählt uns doch noch ein wenig über den Roman und die Hauptfigur: Dem Titel nach zu urteilen geht es um Geister. Ist die Hauptfigur ein Geist oder muss er sich nur mit Geistern herumschlagen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Felix:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Die Hauptfigur, Rufus Zweipfennig, ist ein sympathisch-grummeliger Hexer, der sich beruflich darauf spezialisiert hat, Geister zu jagen. Er ist aus verschiedenen Gründen eine Art Außenseiter in der Hexenwelt und müht sich damit ab, für gewöhnliche Menschen zu arbeiten. Das klappt eher schlecht, er kommt finanziell kaum über die Runden. Aber als er dann bei einem der seltenen Jobs einen Geist fängt, der sich völlig untypisch verhält, überschlagen sich die Ereignisse. Plötzlich steht der Hexenzirkel bei ihm auf der Matte und er muss gemeinsame Sache in einer Ermittlung machen, die ihm schnell über den Kopf wächst. Und wie ich das so schreibe, fällt mir auf, dass ich eigentlich nur den Klappentext in anderen Worten wiedergebe. 😀</p><p style="font-weight: 400;"> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Klingt doch super! Damit haben wir den Klappentext auch schon mal untergebracht. Apropos Schwierigkeiten: Es wird oft thematisiert, dass es für einen Debüt-Autor sehr schwer ist, einen Verlag zu finden. Wie ist es dir dabei ergangen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Felix:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Bei „Zweipfennigs geisterhafte Detektei“ war das ein wenig so, als würde ich auf einer einsamen Insel sitzen, umgeben von einem Meer aus giftiger Säure, in dem radioaktive Haie herumspringen, die mir Tipps zu Geldanlagen geben, wenn ich mich ihnen nähere. Und von da aus habe ich dann versucht, Exposés als Flaschenpost zu verschicken, und gehofft, dass irgendwas ankommt.</p><p style="font-weight: 400;">Es gibt also gute Gründe, warum zwischen der Fertigstellung des Romans und der Veröffentlichung mehrere Jahre liegen. Ich habe erst Agenturen angeschrieben, keine Antworten bekommen. Dann habe ich die etablierten Verlage angeschrieben, keine Antworten bekommen. Und dann habe ich mich bei ein paar ausgewählten Kleinverlagen beworben, bei denen ich dachte, dass wir gut zusammenpassen könnten. Und da waren Sonja und Kai von Realm &amp; Rune einfach sehr schnell, die beiden haben innerhalb von einem Monat noch kurz vor Silvester 2024 geantwortet. Das hat mir das Jahresende definitiv versüßt.</p><p style="font-weight: 400;"> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Wie schön! Das mit dem Schweigen der Verlage und Agenturen kenne ich aber auch. – Zurück zu Rufus Zweipfennig: Ich darf verraten, dass es noch weitere Bände mit ihm geben wird. Wie viele sind bis jetzt geplant?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Felix:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Genug, um mich bis zum Rentenalter zu beschäftigen. Also drei sind insgesamt bereits geschrieben, den dritten habe ich erst vor wenigen Wochen in der ersten Fassung beendet. Ein vierter ist auch bereits angedacht. Wie es dann weitergeht, hängt für mich auch von der Resonanz ab.</p><p style="font-weight: 400;">Klar schreibe ich in erster Linie für mich, weil ich Spaß daran habe und diese Geschichte erzählen will. Aber im Endeffekt kann ich an dem Punkt der Planung relativ frei entscheiden, ob es nachher zehn Bücher werden oder die Reihe mit Teil 4 oder einem möglichen Teil 5 endet. Und das hängt für mich – und sicherlich auch den Verlag – am Ende davon ab, wie die Geschichte ankommt.</p><p style="font-weight: 400;">Erstmal möchte ich mich im neuen Jahr aber mal einem ganz neuen Projekt widmen. Einfach mal den Kopf durchpusten und was anderes tun, bevor ich mich wieder Rufus Zweipfennig widme. Die Idee dafür entsteht gerade nebenbei.</p><p style="font-weight: 400;"> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Da bin ich schon gespannt! Ich hoffe, zu gegebener Zeit erfahren wir mehr über das Geheimprojekt.</p><p style="font-weight: 400;">Das Cover ist aber nicht mehr geheim, und ich freue mich, es hier zeigen zu kennen, es ist nämlich wunderschön!</p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;">Erzähl mal: Wie ist der Prozess der Cover-Erstellung bei dir abgelaufen? Hattest du eigene Vorstellungen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Felix:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich bin da sehr pragmatisch. Das Cover ist für mich ein Kommunikationsmittel und es soll klare Signale senden. In dem Fall war es wichtig, dass die drei Hauptbestandteile des Buchs – Fantasy, Humor, Mystery – rüberkommen und es sich zwischen entsprechende Titel nahtlos einfügt. Wer Ben Aaronovitch, Benedict Jacka, Kevin Hearne, Roye Buckingham, C. K McDonnell &amp; Co. liest, sollte mein Buchcover sehen und sofort verstehen, dass das Buch in die eigenen Lesepräferenzen reinpasst.</p><p style="font-weight: 400;">Was das angeht, kommt mir, glaube ich, zugute, dass ich im Marketing arbeite. Mit Stella (<strong><a href="https://nightskygraphicsbookdesign.myportfolio.com" target="_blank" rel="noopener">nightskygraphics</a></strong>) hat es dann super gepasst. Sie hatte schon vorher ein paar Cover für Realm &amp; Rune gemacht und mir hat ihre Arbeit und auch die Art, wie sie sich online präsentiert, einfach gut gefallen.</p><p style="font-weight: 400;">Das Briefing war dann echt simpel, weil wir eine ähnliche Denkweise haben und die Idee dann schnell stand. Ich habe eigentlich nur noch ein paar buchspezifische Elemente geliefert und nach ein paar kurzen Absprachen von Zwischenständen war das Cover schon fertig.</p><p style="font-weight: 400;">Also: Wer eine gute Coverdesignerin sucht: Stella anschreiben. Du wirst auf jeden Fall zufrieden sein!</p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du viele begeisterte Leser findest (Ich schätze, mit dem Wortspiel musst du dich überall herumschlagen.) Apropos: Hast du noch einen Lesetipp für uns? Ein Buch, das dir besonders gut gefallen hat?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Felix:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich glaube, das Wortspiel habe ich selbst bei Instagram auch schon überstrapaziert. Aber da liest ja zum Glück niemand die Texte … Mein Lesetipp ist auf jeden Fall derzeit alles von C. K. McDonnell. Er ist alles, was ich gerne wäre, nämlich schön bärtig.</p><p style="font-weight: 400;">Insbesondere empfehle ich da die Stranger-Times-Reihe. Unglaublich liebenswert-verschrobene Charaktere, super Dialoge, spannende Story. Am Ende auch viel Herz und eine gewisse Tiefe. Mehr erwarte ich persönlich von einem Buch nicht. Für mich ein echtes Highlight.</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Vielen Dank, Felix! Schön, dass du hier warst!</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Felix:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Sehr gerne, danke für die Einladung.</p><p style="font-weight: 400;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p><p style="font-weight: 400;">Falls du jetzt neugierig geworden bist: “Zweipfennigs geisterhafte Detektei” kannst du jetzt schon direkt beim Verlag bestellen, <strong><a href="https://realm-and-rune.de/produkt/zweipfennigs-geisterhafte-detektei-taschenbuch/" target="_blank" rel="noopener">hier!</a></strong> Oder ab morgen überall sonst, wo du dir deine Bücher holst.</p><p style="font-weight: 400;">Im nächsten Blog-Post (in zwei Wochen) gibt es dann eine Rezension von mir zu “Zweipfennigs geisterhafte Detektei”, wie immer spoilerfrei, versprochen!</p><p style="font-weight: 400;">Bis bald!</p>								</div>
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		<title>Die Autorin und ihre Figuren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 10:03:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorinnenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Daria und das Geheimnis der Ornamentwüste]]></category>
		<category><![CDATA[Der Mond von Yazahaan]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[starke Mädchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieviel von mir steckt in meinen Geschichten? Wieviel Johanna steckt in meinen Kurzgeschichten und Romanen? Sind die Figuren alle komplett ausgedacht, oder habe ich Stücke von mir in sie hineingepflanzt?   Zuerst einmal: Bewusst oder absichtlich „hineingepflanzt“ habe ich nichts. Für mich fühlt es sich so an, als würden meine Figuren irgendwie auftauchen, so wie [&#8230;]</p>
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									<p>Wieviel Johanna steckt in meinen Kurzgeschichten und Romanen? Sind die Figuren alle komplett ausgedacht, oder habe ich Stücke von mir in sie hineingepflanzt?</p><p> </p><p>Zuerst einmal: Bewusst oder absichtlich „hineingepflanzt“ habe ich nichts. Für mich fühlt es sich so an, als würden meine Figuren irgendwie auftauchen, so wie sie sind. Ich beschreibe sie nur. Aber da die Damen und Herren, Jungs und Mädels ja irgendwie in meinem Kopf entstanden sein müssen, ist es naheliegend, dass sie dort die eine oder andere Eigenschaft für sich mitgenommen haben. Wieviel und welche ist von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich.</p>								</div>
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									<p>Schauen wir zuerst in meinen Soft-Sci-Fi-Roman <a href="https://johannabrenne.net/der-mond-von-yazahaan/" target="_blank" rel="noopener">„Der Mond von Yazahaan“</a>, der Anfang nächsten Jahres bei <a href="https://realm-and-rune.de" target="_blank" rel="noopener">Realm &amp; Rune</a> erscheinen wird: Die Hauptfigur Casdan ist introvertiert wie ich. Er mag es genauso wenig wie ich, fremde Leute anzurufen. Dass er sich vor so einem Telefonat genau überlegt, was er sagen wird, hat er sich von mir abgeschaut. Punkto technisches Wissen ist er mir aber haushoch überlegen (was nicht schwer ist). Ich könnte niemals stundenlang über mathematisch-naturwissenschaftlichen Simulationen brüten, wie er es tut. Dass er aber trotzdem gerne im Grünen ist, hat er wieder von mir.</p><p>Auch andere Figuren aus dem Roman haben sich bei meinen Vorlieben bedient: Dass Casdans bücherversessener Freund Fossi in manchem Ähnlichkeit mit mir hat, kann sich jeder denken, der meine Bücherstapel kennt.</p>								</div>
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									<p>Von „Yazahaan“ geht es jetzt hinüber zu meinem Jugendroman-Projekt <a href="https://johannabrenne.net/daria-und-das-geheimnis-der-ornamentwueste/" target="_blank" rel="noopener">„Daria“</a>: Daria ist viel mutiger und abenteuerlustiger als ich. Ich hätte mich nie getraut, einfach von zu Haue zu verschwinden und mich zu einer völlig fremden Stadt aufzumachen, in der ich nur zwei Personen kenne, und beide nur flüchtig. (Und einen davon kann sie nicht mal leiden …)</p><p> </p><p>Aber hartnäckig sein kann ich auch. Ihre Abneigung gegen Arroganz und Entitlement hat sie vermutlich auch von mir.<span class="Apple-converted-space">  </span>Und ja, das Gefühl, fremd zu sein und nirgendwo ganz hinzupassen, kenne ich selbst &#8211; wenn auch aus anderen Gründen als meine Heldin.<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p> </p><p>Ich bringe also sicher eigene Charakterzüge in meine Figuren ein. In manchem sind sie aber auch ganz anders als ich. Und natürlich stecken auch Eigenschaften in ihnen, die ich bei Leuten meiner Umgebung beobachtet habe (ich sage nicht, was und wer!).<span class="Apple-converted-space"> </span></p><p> </p><p>Meine Welten sind ausgedacht, aber die Themen, die darin vorkommen, sind universell. Anderssein, den eigenen Weg finden. Träume. Ziele. Wie weit soll man für seine Träume gehen? Und (besonders bei „Daria“) wie sollen wir eigentlich mit unseren Ressourcen umgehen?</p><p> </p><p>Soviel heute zu meinen Geschichten und mir.</p><p>Jetzt zu dir: Hast du dich manchmal schon in Geschichten gefunden &#8211; so, dass du dachtest, he, da schreibt jemand über mich? Wenn du selbst auch schreibst: Wie sehr sind deine Figuren ein Stück von dir? Erzählt es mir gerne in den Kommentaren!</p><p>Bis bald!</p>								</div>
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		<p>The post <a href="https://johannabrenne.net/die-autorin-und-ihre-figuren/">Die Autorin und ihre Figuren</a> appeared first on <a href="https://johannabrenne.net">Johanna Brenne</a>.</p>
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		<title>Autoreninterview mit David Kramm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2025 07:57:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In der dritten Folge meiner Interview-Reihe habe ich David Kramm zu Gast, einen weiterer „Fund“ über Instagram bzw. über unseren gemeinsamen Verlag Realm &#38; Rune. Er hat uns seinen Debüt-Roman „Der Jarlesplitter“ mitgebracht.   Ich fange wieder mit ein paar Fakten an: David ist 36 Jahre und [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://johannabrenne.net/autor-interview-mit-david-kramm/">Autoreninterview mit David Kramm</a> appeared first on <a href="https://johannabrenne.net">Johanna Brenne</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="6059" class="elementor elementor-6059">
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									<div><p class="Text"><span lang="DE">Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In der dritten Folge meiner Interview-Reihe habe ich David Kramm zu Gast, einen weiterer „Fund“ über Instagram bzw. über unseren gemeinsamen Verlag <a href="https://realm-and-rune.de" target="_blank" rel="noopener">Realm &amp; Rune</a>. Er hat uns seinen Debüt-Roman „Der Jarlesplitter“ mitgebracht.</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Ich fange wieder mit ein paar Fakten an: </span><span lang="DE">David ist 36 Jahre und lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Wülfrath. Ihr findet ihn auf Instagram unter </span><span lang="DE"><a href="https://www.instagram.com/d.kramm.schreibt/" target="_blank" rel="noopener">d.kramm.schreibt</a></span><span lang="DE">. Schau gerne vorbei, du findest dort nicht nur viele Infos, sondern auch coole Charakterillustration, die er selbst angefertigt hat.</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE"> </span></b></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Hallo David, schön, dass du dir die Zeit nimmst, virtuell auf meinem Blog vorbeizuschauen! Meine erste Frage ist nach deinem Ursprung: Wie bist du zum Schreiben gekommen, und kannst du den Moment benennen, seitdem du dich traust, dich selbst als „Autor“ zu bezeichnen?</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Danke für die virtuelle Einladung! Für meine Antwort muss ich klar zwischen Schreiben und Geschichten</span><span lang="DE">-E</span><span lang="DE">rzählen unterscheiden. Ich entwickle Geschichten schon sehr lange, habe quasi immer schon gezeichnet und auf diese Weise dutzende Charaktere, magische Wesen und Szenen versucht zum Leben zu erwecken. Mit dem Romanschreiben habe ich tatsächlich erst 2021 und aus einer Laune heraus angefangen. Das war eine Herausforderung an mich selbst: Ich wollte wissen, ob ich kreativ, sprachlich fähig und vor allem diszipliniert genug bin, um einen Roman anzufangen und auch abzuschließen. Und nach den ersten geschriebenen Seiten wurde klar, dass ich das weitermachen wollte. </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Als Autor bezeichne ich mich, seit mein erster Roman tatsächlich erschienen ist. So weit, dass ich beim Kennenlernen von neuen Leuten zuerst Autor vor meinem Hauptberuf erwähne, ist es aber noch nicht. </span></p></div>								</div>
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									<div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Du hast letztes Jahr deinen ersten Roman veröffentlicht: „Der Jarlesplitter“. Magst du ein wenig zum Genre des Romans erzählen?</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Der Jarlesplitter ist in erster Linie ein Urban-Fantasy-Roman: Das zeitliche und räumliche Setting ist unsere Welt, das Köln der Gegenwart, um spezifisch zu sein, in dem sich jedoch magisch begabte Personen unter die ganzen „Normalos“ mischen. Dieses Genre macht mir große Freude, weil der Bezug zum Alltagserleben der Leser so präsent und das Potential für fantasievolle Brüche maximal ist. Ich kann in Sachen Humor aus dem Vollen schöpfen, weil die Charaktere in einer bekannten Welt sozialisiert wurden, sich aber ständig mit abseitigen Situationen und Begegnungen konfrontiert sehen. Das gleiche gilt natürlich auch für alle möglichen Geheimnisse, die meine Welt kennzeichnen. </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Ich bezeichne den Jarlesplitter aber nicht ausschließlich als Urban-Fantasy-Geschichte, sondern gleichzeitig als klassischen Abenteuerroman. Mein Protagonist Monty Schuster und seine Mitmagierinnen und Mitmagier gehen auf magische Forschungsreisen, die sie an die unterschiedlichsten Orte führen, vorausgesetzt, man kann dort mit einem Schiff anlegen. Diese Settings dürfen dann auch gern weniger urban sein und vor Magie überquellen. </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Achja, zu guter Letzt ist Der Jarlesplitter auch eine waschechte Komödie, mit vielen humorvollen Dialogen und schwarzem Humor.</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Wie ist die Idee zum „Jarlesplitter“ entstanden? Hast du bewusst ein deutsches Setting gewählt?</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Ja, auf jeden Fall. Ich wollte meine Charaktere durch Welten bewegen, die ich selbst gut kenne, um ihnen dann im nächsten Moment etwas vollkommen anderes vorzusetzen. Daher kommt auch Köln als erster Schauplatz &#8211; ich habe selbst knapp zehn Jahre lang sehr gern dort gelebt. </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Komischerweise war die erste Sache, die feststand, der Name des Protagonisten: Monty (eigentlich Montreal) Schuster. Keine Ahnung, wo der Name herkam, aber er gefällt mir nach wie vor ausgesprochen gut. Kurz darauf entstand in meinem Kopf die Frage, die den äußersten Rahmen zu Montys Welt bildet, und auch im Klappentext des Romans zu finden ist: Woher bekommen Zauberer eigentlich ihre magischen Utensilien? Ich bin leicht zu begeistern mit der Fragestellung, welchen Berufen magiebegabte Leute nachgehen, wenn sie nicht etwa Zauberschüler oder hauptberufliche Helden und Abenteurer sind. So kam Monty zu seiner Profession als Schreiner. </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Dass es dann zu umfangreichen Schiffsreisen, bunt zusammengewürfelten Crews aus Magiern verschiedener Expertisen, mysteriösen Orten und wilden magischen Wesen kam, ist wohl meinem Drang nach actionreichen Abenteuergeschichten geschuldet: Abenteuer erlebt man halt nicht in der Werkstatt und Monty schonmal gar nicht.</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Die Magie in deinem Roman basiert auf Fingerzeichen. Das ist so eine coole Idee! Wie ein Buchstabieralphabet. Wie bist du darauf gekommen?</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Mein Magiesystem brauchte ein paar zentrale Eigenschaften, damit ich es in meinen Geschichten verwenden konnte: Es musste zum einen graduell erlernbar sein. Jeder Magier kann normalerweise jede Formel einsetzen, wenn er sie denn gelernt hat. Das System sollte außerdem visuell sein, also für jeden Eingeweihten klar als Zauberei erkennbar. Im Schreiben habe ich gemerkt, dass dies der Action ein wenig im Weg sein kann, weshalb ich das Zaubern ohne Fingerzeichen zu einer ebenfalls erlernbaren Übung für Fortgeschrittene gemacht habe. So merkt der Leser gleich, auf welche Formeln sich meine Figuren spezialisiert haben. </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">In Teilen habe ich dieses System übrigens von Naruto übernommen, einem Manga, den ich mit viel Freude gelesen habe. Da gibt es für bestimmte Ninja-Künste ebenfalls Fingerzeichen.</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Kannst du uns etwas über die Entstehungsgeschichte des Romans erzählen? Wann hast du damit begonnen, und wie hast du einen Verlag gefunden?</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Angefangen habe ich im Frühjahr 2021, was, wie ich gerade schockiert feststelle, bereits vier Jahre her ist! Da ich neben meinem Job und dem Familienleben jeweils nicht viel Zeit ins Schreiben investieren konnte, hat allein das erste Manuskript knapp zwei Jahre gedauert. Dafür habe ich in der Zeit jede freie Minute in das Schnitzen und Verfeinern von Ideen gesteckt. Danach habe ich Freunde und Familie als Testleser eingespannt, um rauszufinden, was ich da eigentlich konkret geschrieben habe: Ist Der Jarlesplitter ein echter Roman oder eine Fingerübung zum kreativen Ausgleich? Später habe ich begonnen, mich mit dem Manuskript bei Verlagen zu bewerben. Auf Instagram bin ich dann auf Realm &amp; Rune gestoßen, habe die Chance erhalten, Montys Geschichte zu erzählen und bin bis heute stolz und glücklich, zur wundervollen Runenfamilie zu gehören.</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Schauen wir uns das Cover an, das meiner Meinung nach sehr gelungen ist. Da sieht man prominent ein Segelschiff – ein großer Teil des Romans spielt auch an Bord. Hast du selbst Segel-Erfahrung?</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Nein, in keinster Weise. Ich bin nicht mal besonders seefest! Allerdings fasziniert mich die Abenteuerromantik, die ich mit einer Seereise verbinde und ich kann mir gut die Gefahren und Highlights einer solchen Reise ausmalen. Außerdem bin ich, seit damals Wickie übers TV-Meer gefahren ist, ein großer Fan von Wikingern und Piratencrews. Mein großes Vorbild in dieser Hinsicht ist seit knapp 20 Jahren das Piratenepos One Piece, das die Faszination immer neuer Inseln und Umgebungen perfektioniert hat. So reicht eine direkte Seelinie von Wickie, über Monkey D. Ruffy bis zu Montreal Schuster. </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">In deinem Buch kommt auch der Humor nicht zu kurz. Diese ganzen Anspielungen … sind die einfach nebenbei eingeflossen, oder hast du sie bewusst eingebaut? Ich nehme an, sie basieren auf deinen eigenen Lieblingsbüchern?</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Die kamen ganz von allein, weil so auch mein genereller Humor funktioniert. Ich finde den Gedanken großartig, dass man sich als Magier in meiner Romanwelt dauernd mit irgendwelchen Filmen, Serien oder anderen popkulturellen Auslegungen der Zauberei konfrontiert sieht. Und wenn wir „Normalos“ Gandalf gern zitieren, warum sollte es echten Magiern denn anders gehen? Den nicht-menschlichen Figuren in meiner Welt, Vampiren, Meermenschen und Co., wird es da nicht groß anders ergehen. Stell dir nur vor, welche Verwüstungen allein die Twilight-Saga angerichtet haben muss…</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Mal abgesehen von den popkulturellen Anspielungen &#8211; auch so möchte ich, dass meine Leser Freude an den schnippischen Dialogen und dem verbreiteten Zynismus meiner Welt haben. Dann könnten wir auch im echten Leben zusammen lachen.</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE"> </span></b></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE"> </span></b></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Wenn wir schon bei Lieblingsbüchern sind: hast du noch einen oder zwei Lesetipps für uns?</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Im Kleinen: Quasi alle Romane von Christopher Moore. Tolle, kleine Urban-Fantasy-Welten, urkomische Figuren und Dialoge, bissi Sex (heute sagt man Spice, oder?) und so vergleichsweise unbekannt, dass uns nicht demnächst ne Amazon-Prime-Serie dazu ins Haus steht.</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Im Großen: One Piece. Wer sich die Zeit nimmt, das seit fast 30 Jahren laufende Mammutwerk von Beginn an zu lesen (nicht zu schauen, wichtig!), wird mit einem der erfüllendsten Fantasy-Erlebnisse belohnt, die es zu erleben gibt. Absurde Action, unbarmherziger Humor, hunderte große und kleine Dramen und nicht zuletzt das wohl am besten gehütete Geheimnis der Fantasy-Literatur. Der Hype ist begründet. </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">Johanna:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Vielen Dank, David! Schön, dass du hier warst!</span></p></div><div><p class="Text"><b><span lang="DE">David:</span></b><b></b></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Danke, dass ich dabei sein durfte.</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Falls du jetzt neugierig geworden bist: David Kramms Roman, “Der Jarlesplitter” gibt es überall, wo du auch sonst deine Bücher kaufst (in Buchläden oder online), oder direkt im Online-Shop des Verlags, </span><span lang="DE"><a href="https://realm-and-rune.de/produkt/der-jarlesplitter-taschenbuch/" target="_blank" rel="noopener">hie</a>r</span><span lang="DE">.</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE"> </span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Im nächsten Blog-Post (in zwei Wochen) gibt es dann noch eine Rezension zum Buch (wie immer spoilerfrei, versprochen!)</span></p></div><div><p class="Text"><span lang="DE">Bis bald!</span></p></div>								</div>
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		<title>Autorinnen-Interview mit Susanne Sachs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Apr 2025 20:50:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Autorinnenleben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In der zweiten Folge meiner Interview-Reihe habe ich Susanne Sachs zu Gast. Auch Susanne habe ich über Instagram entdeckt. In der BuchBubble tummeln sich jede Menge interessanter Autor*innen samt den dazugehörigen Büchern!   Ich fange wieder mit ein paar Fakten an: Susanne ist Ärztin, reist gerne und [&#8230;]</p>
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									<p style="font-weight: 400;">Heute ist wieder Vernetzungs-Tag hier auf dem Blog! In der zweiten Folge meiner Interview-Reihe habe ich Susanne Sachs zu Gast. Auch Susanne habe ich über Instagram entdeckt. In der BuchBubble tummeln sich jede Menge interessanter Autor*innen samt den dazugehörigen Büchern!</p><p> </p><p style="font-weight: 400;">Ich fange wieder mit ein paar Fakten an: Susanne ist Ärztin, reist gerne und kennt dadurch viele unterschiedliche Menschen. Seit gut fünf Jahren ist sie auch Autorin. Außerdem malt sie. Zusammenfassend könnte man sagen: Sie drückt sich gern kreativ aus, mit Bildern und Texten. Wer sie online besuchen und einen Blick auf sowohl Text als auch Bilder werfen möchte, findet sie hier: <a href="http://www.sussachs.com/" target="_blank" rel="noopener">www.sussachs.com</a> und <a href="https://www.instagram.com/s.arts.sachs" target="_blank" rel="noopener">https://www.instagram.com/s.arts.sachs</a>  </p><p style="font-weight: 400;"> </p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;">Legen wir also los:</p><p style="font-weight: 400;"><strong> </strong></p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hallo Susanne, schön, dass du dir die Zeit nimmst, ein paar Fragen zu deinem Schreiben und deiner Autorinnenkarriere zu beantworten! Meine erste Frage ist immer die nach deinem Ursprung: Wie bist du zum Schreiben gekommen, und kannst du den Moment benennen, seitdem du dich traust, dich selbst als „Autorin“ zu bezeichnen?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Susanne: </strong></p><p style="font-weight: 400;">Eigentlich wollte ich aufzeigen, was in meinem Berufsleben so ablief, doch ich bin ins Fiktive abgerutscht &#8211; und geblieben. Es war eine ganz neue Erfahrung. Ich habe weitergemacht und unglaublich viel dazugelernt. Mich selbst Autorin zu nennen, viel mir anfangs schwer. Das änderte sich erst, als „Die Mission“ by story.one das Licht der Öffentlichkeit erblickte, ein sehr konkreter Moment.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Du hast Kurzgeschichten und einen Kurzroman veröffentlich und vor kurzem auch deinen ersten „langen“ Roman: „Sweras – Von zwei blauen Welten“. Gehören alle zum gleichen Genre oder variierst du?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Susanne: </strong></p><p style="font-weight: 400;">Bei meinen Kurzgeschichten wechseln die Genres recht wild. Das reicht von Tiergeschichten über Krimis und Fantasy bis zu Reiseabenteuern. Vielleicht veröffentliche ich auch meine sehr intensiven Storys zu bestimmten Gefühlen oder psychischen Störungen.</p><p style="font-weight: 400;">Meine „Mission“ ist hingegen ein Kurzroman, ein spätes Mini-Sequel, das zur Science-Fiction gehört. Das Format wird dem nicht so ganz gerecht, also plane ich, die Geschichte ein wenig auszubauen und etwas preiswerter als eBook und Taschenbuch anzubieten.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Wie ist dir die Idee zu „Sweras“ gekommen? Was inspiriert dich? – Ich denke, die Figur der Paula in „Sweras“ hat auch viel von deiner Erfahrung als Ärztin profitieren können?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Susanne: </strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich wollte Auswege, Lösungen. Und nutzen, was sich bietet. Bei den Gedanken, wie es vielleicht auch gehen könnte, ist diese andere Welt entstanden. Hier verrate ich es: Sweras mit allen möglichen Details zu entwerfen, hat mich abtauchen lassen, in einen Ozean aus Gefühlen, Überlegungen und Begebenheiten. DAS hat mich inspiriert. Und der aktuelle Zustand auf unserer Welt.</p><p style="font-weight: 400;">Paulas Beruf war eine pragmatische Alternative. Mitten in der Coronakrise hätte ich kaum in andere Tätigkeiten schnuppern können. Andererseits fiel es mir natürlich leicht, sie authentisch zu gestalten und es ist nicht verkehrt, dass sie in Notfallsituationen helfen kann.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Gibt es bestimmte Themen, die dein Schreiben bestimmen? Oder ist das von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Susanne: </strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich gebe zu, ich bin ein bisschen nerdy. Beim Schreiben schöpfe ich aus zahlreichen Interessen. Da wechsle ich die Themen sehr gern. Allerdings bin ich unfähig, entgegen meiner Stimmung zu schreiben. Bei den längeren Werken haben mir die Protagonisten geholfen und mich da echt überrascht.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Deine Geschichten sind bis jetzt alle im Self-Publishing erschienen. War das eine bewusste Entscheidung oder war es schlicht schwer, einen Verlag zu finden? Als unbekannte Autorin hat man es da ja nicht leicht.</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Susanne: </strong></p><p style="font-weight: 400;">Von allem etwas. Erst wusste ich nicht, was auf mich zukommt und bin es mutig angegangen. Dann habe ich tatsächlich einen Verlag gesucht, aber Wartezeiten, die ohne Feedback enden, gingen mir schnell auf den Sender. Mir gefiel dann auch die Entscheidungsfreiheit. Das ist ein wesentlicher Punkt, da ich ein wenig (hüstel) eigensinnig bin.</p>								</div>
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									<p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Schauen wir uns „Sweras“ mal genauer an. Du hat uns das Cover mitgebracht, ich finde es wunderschön! Blau ist ja meine Lieblingsfarbe. – „Sweras“ lässt sich unter Soft-Science-Fiction einordnen, würde ich sagen, da bei dir die technischen Aspekte weniger wichtig sind. Ich wollte demnächst hier eine Rezension posten, aber magst du jetzt schon ein paar Worte zum Inhalt verraten?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Susanne: </strong></p><p style="font-weight: 400;">Mit dem Genre liegst du vollkommen richtig, wobei die Technik sogar geprüft wurde.</p><p style="font-weight: 400;">Also, worum geht es? Die Ärztin Paula will in der Natur abschalten und Energie tanken. Dort trifft sie zufällig auf einen ganz Fremden, Klet. Seine Gestalt, die Stimme, Gesten irritieren sie. Dennoch kommt sie mit ihm ins Gespräch. Sie ahnt nicht, was das für ihr Leben bedeutet. Alles ändert sich, nicht nur für sie. Eine Gelegenheit, der Erde zu helfen, ergreift sie beim Schopf. Die Sweraser sind ihr bald vertraut und sie erfährt zahlreiche Details zur entfernten Heimatwelt. Doch es treten Schwierigkeiten auf, die sie gemeinsam angehen. Manche Situationen sind lebensgefährlich, andere eher kompliziert.</p><p style="font-weight: 400;">Ein bisschen Licht, ein bisschen Hoffnung darf sein. </p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Hoffnungsvolle Geschichten finde ich wichtig. Ich mag es gar nicht, wenn alles im Dunkeln endet. Da hat „Sweras“ bei mir genau ins Schwarze getroffen – oder besser, ins Blaue?</p><p style="font-weight: 400;">Hast du zum Abschluss aus deinen Lieblingsgenres einen oder zwei Lesetipps?</p><p style="font-weight: 400;"><strong>Susanne:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Ich mag es abwechslungsreich beim Lesen und liebe sehr viele meiner Bücher, eigentlich die meisten. Es würde den Rahmen sprengen. Aktuell habe meinen Lesehunger aus tollen Werken der Selbstpublisher und einem Kleinverlag gestillt. Und vorläufig bleibe ich dabei, gerade weil sie innovativ und abwechslungsreich sind.</p><p> </p><p style="font-weight: 400;">Darf ich drei nennen?</p><p> </p><p style="font-weight: 400;">«Chimärenstadt» von L.U.Sanders</p><p style="font-weight: 400;">«Die Aliens auf Rigas» von Nova K. Mayer</p><p style="font-weight: 400;">«Ein letztes Bild ― Abschied von Anni» von Paul Steinbeck</p><p> </p><p style="font-weight: 400;"><strong>Johanna:</strong></p><p style="font-weight: 400;">Vielen Dank, Susanne!</p><p> </p><p style="font-weight: 400;">Wenn du jetzt neugierig auf Susannes Buch geworden bist, dann kannst du entweder noch auf die Rezension warten (gibt es in 2 Wochen), oder gleich einem der Links unten vorbeischauen:</p><p style="font-weight: 400;">“Sweras – Von zwei blauen Welten” gibt es als Taschenbuch und eBook überall dort, wo du Bücher bestellst, oder gleich hier:</p><p style="font-weight: 400;"><a href="https://amzn.eu/d/faRpNat" target="_blank" rel="noopener">https://amzn.eu/d/faRpNat</a></p><p style="font-weight: 400;"><a href="https://amzn.eu/d/01nsMg7" target="_blank" rel="noopener">https://amzn.eu/d/01nsMg7</a></p><p><span style="font-weight: 400;"><a href="https://buchshop.bod.de/sweras-susanne-sachs-9783769328820" target="_blank" rel="noopener">https://buchshop.bod.de/sweras-susanne-sachs-9783769</a></span></p><p><span style="font-weight: 400;"><a href="https://buchshop.bod.de/sweras-susanne-sachs-9783769328820" target="_blank" rel="noopener">328820</a></span></p><p> </p><p>Bis bald!</p>								</div>
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		<p>The post <a href="https://johannabrenne.net/autorinnen-interview-mit-susanne-sachs/">Autorinnen-Interview mit Susanne Sachs</a> appeared first on <a href="https://johannabrenne.net">Johanna Brenne</a>.</p>
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		<title>Kinderleicht oder schrecklich schwer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2025 08:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übers Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Der Mond von Yazahaan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welche Aspekte des Schreibens sind für mich einfach bzw. mühsam? Auch wenn ich das Schreiben liebe und mir nicht vorstellen könnte, nicht zu schreiben: Es gibt Bereiche, die mir leichter fallen als andere. Das ist vermutlich bei allen Dingen so, die man macht. Richten wir also heute die Taschenlampe auf „kinderleicht“ und „schrecklich schwer“.   [&#8230;]</p>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Welche Aspekte des Schreibens sind für mich einfach bzw. mühsam?</h3>				</div>
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									<p>Auch wenn ich das Schreiben liebe und mir nicht vorstellen könnte, nicht zu schreiben: Es gibt Bereiche, die mir leichter fallen als andere. Das ist vermutlich bei allen Dingen so, die man macht.</p><p>Richten wir also heute die Taschenlampe auf „kinderleicht“ und „schrecklich schwer“.</p><p> </p><p>Als ich noch mit der Rohfassung meines ersten Romans <a href="https://johannabrenne.net/der-mond-von-yazahaan/" target="_blank" rel="noopener">„Der Mond von Yazahaan“</a> beschäftigt war, dachte ich: „Überarbeiten wird bestimmt schrecklich“, weil mir das pure Schreiben so sehr gefallen hat. Aber dann habe ich festgestellt, dass ich den Überarbeitungsprozess ebenso mag. Es ist eine andere Art von Mindset, aber ich kann dabei genauso in meine Welt eintauchen wie beim Schreiben. Beides hat Flow-Momente und Herausforderungen, aber ich empfinde keins von beiden als „schrecklich schwer“.</p><p>Das schwerste ist vielleicht, zu entscheiden: „Wann bin ich fertig?“. Das zweitschwerste „Was gehört in die Story, was ist zu viel“? Vermutlich bin ich gerade beim letzten Punkt nicht wirklich gut &#8211; zumindest ist „Der Mond von Yazahaan“ sehr lang geworden, obwohl ich tatsächlich viel gekürzt habe. Ich kann nur hoffen, dass all die Dinge, die ich drin gelassen haben, für meine Leser interessant sein werden.</p><p> </p><p>Soviel zur Makro-Ebene. Auf der Ebene des Schreibhandwerks würde ich sagen: Beschreibungen sind schwer. Ich brauche beim Lesen keine detaillierten Beschreibungen, deshalb tendiere ich dazu, beim Schreiben auch eher spartanisch zu beschreiben. Beim Überarbeiten stellt sich dann die Frage: Ist das genug? Muss mehr rein? Und was? Ich kenne da eine Menge Tips und Anregungen, aber trotzdem fällt es mir schwer, die richtige Balance zu finden.</p><p> </p><p>Beim Schreiben von „Yazahaan“ habe ich gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, Räume im Kopf zu haben. Was ich damit meine? Zum Beispiel Casdans Büro im Raketenforschungszentrum: Ich wusste, es sollte klein sein und habe das auch so geschrieben. Aber beim Erwähnen, wie er sich darin bewegt und was darin an Einrichtung vorhanden ist, bin ich ins Strudeln gekommen. Passt das alles in den Raum? Wie sind die Proportionen? Bei sowas hilft es natürlich gar nicht, dass mein räumliches Vorstellungsvermögen eher miserabel ist. Was schon geholfen hat: Ich hab ein 3D-Tool gefunden, in dem man Räume einrichten kann. Also hab ich mir Casans Büro und später auch seine Wohnung und das Haus eines Astronautenantwärters einfach in 3D erstellt. Und schon konnte ich sehen, ob die Einrichtung in Casdans Wohnung so stehen kann, wie ich sie beschrieben habe, und er trotzdem noch vom Sofa zum Esstisch gehen kann. Praktisch, oder?</p><p> </p><p>Umgekehrt konnte ich das Haus des Astronautenanwärters viel besser beschreiben, nachdem ich es „gebaut“ habe. Und Spaß gemacht hat es auch.</p><p> </p><p>(Was ich mir übrigens schrecklich schwer vorstelle, sind Action-Szenen: Kämpfe oder sowas. Glücklicherweise musste ich bis jetzt noch keine schreiben, weil sich meine Heldinnen und Helden nicht prügeln wollen. Phew.)</p><p> </p><p>Was fällt mir dann leicht? Ich schreibe zum Beispiel gerne Dialoge und innere Monologe. Die Figuren schnattern lassen, laut oder in ihrem Kopf, macht mir Spaß. Das bedeutet natürlich nicht per se, dass meine Dialoge/Monologe objektiv gut sind. Aber sie fließen deutlich leichter aus meinen Fingern als Beschreibungen.</p><p> </p><p>Wie geht es dir bei sowas? Wenn du schreibstt: Was fällt dir schwer/leicht? Wenn du liest: Hast du manchmal das Gefühl, „Hier hat aber jemand Mühe mit xx“?</p><p>Mit etwas Glück und Anstrengung bügelt man als Autor*in die schweren Stellen aus, aber ob das immer gelingt? Erzählt es mir gern in den Kommentaren.</p><p>Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass dir alle wichtigen Dinge heute leicht von der Hand gehen!</p><p>Bis bald!</p>								</div>
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